October 30, 2018 / 9:10 AM / 16 days ago

Auch Autozulieferer Schaeffler gibt sich pessimistischer

The logo of Schaeffler Group the world's second largest ball-bearing maker and INA a brand of the company is pictured outside the headquarters in Herzogenaurach July 16, 2008. German car component and tyre maker Continental AG rejected a surprise 11.2 billion euro ($17.8 billion) bid from Schaeffler Group on Wednesday, saying only the family owned firm would benefit and that its offer was too low. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY)

Frankfurt (Reuters) - Mit Schaeffler hat ein weiteres Unternehmen aus der gebeutelten Autobranche die Prognose eingedampft.

Neben dem schärferen Abgastestverfahren WLTP und den Handelskonflikten machten dem Konzern vor allem die schlechteren Geschäfte in China zu schaffen, teilte Schaeffler am Dienstag mit. Darüber hinaus habe eine unerwartet schwache Entwicklung im Ersatzteilgeschäft (Automotive Aftermarket) im dritten Quartal belastet. Die Aktie büßte daraufhin weiter ein und notierte mit 9,02 Euro über 3,5 Prozent im Minus. Zu Jahresbeginn war der MDax-Titel noch fast 17 Euro wert.

Der Automobilzulieferer erwartet 2018 nun währungsbereinigt ein Umsatzplus von vier bis fünf Prozent und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 9,5 bis 10,5 Prozent. Bisher hatte das Unternehmen einen Anstieg um fünf bis sechs Prozent angepeilt und eine Ebit-Marge zwischen 10,5 und 11,5 Prozent. Nach ersten Berechnungen verbuchte die Gruppe im dritten Quartal einen Umsatz von rund 3,521 (3,434) Milliarden Euro und einen Rückgang des Ebit auf 376 (416) Millionen Euro.

Vor Schaeffler hatten etliche andere Konzerne aus der Autoindustrie ihre Jahresziele kassiert: Mit Daimler und BMW senkten zwei der drei großen deutschen Autobauer ihre Prognosen. Kosten für den selbst verursachten Dieselskandal und die holprige Einführung des Abgasprüftests WLTP, höhere Zölle auf Exporte in die USA und China und Rabattschlachten mit den Rivalen schlugen auf die Geschäfte durch. Wenn Deutschlands größte Branche stottert, leiden viele andere Unternehmen. Betroffen sind vor allem die Zulieferer, die sowieso schon unter dem strikten Preisdruck ihrer Kunden ächzen: Continental schockte die Märkte mit zwei Gewinnwarnungen hintereinander, Kabelspezialist Leoni, Sitzhersteller Grammer und auch der Schmierstofflieferant Fuchs Petrolub mussten ihre Erwartungen wegen der schwächeren Nachfrage von den Autobauern zurücknehmen.

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