January 31, 2018 / 9:49 AM / 18 days ago

Festnahmen bei Großrazzia gegen Schleuser in vier Bundesländern

Berlin (Reuters) - Bei einer Großrazzia gegen einen Schleuserring in vier Bundesländern hat die Polizei am Mittwochmorgen drei Personen festgenommen.

Ihnen und weiteren Beschuldigten werde vorgeworfen, Migranten in Lastwagen über die Balkanroute und weiter über Polen und Tschechien nach Deutschland gebracht zu haben, sagte Bundespolizei-Sprecher Christian Meinhold in Pirna. An den Durchsuchungen seien mehr als 200 Beamte in Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen beteiligt gewesen.

Aufgrund der seit August vergangenen Jahres laufenden Ermittlungen könnten 160 Einschleusungen nachgewiesen werden, sagte Meinhold. Die Menschen, die eingepfercht zwischen Waren und Paletten sehr lange Wege zurücklegen mussten, hätten dafür bis zu 8000 Euro gezahlt. Auch Kinder seien darunter gewesen.

Zwei Personen wurden in Berlin und eine im sächsischen Bad Muskau festgenommen. Dabei handelt es sich um Türken, Polen und Bulgaren. Der Vorwurf laute auf gewerbs- und bandenartige Einschleusung von Ausländern, sagte Meinhold. Darauf stünden Freiheitsstrafen von ein bis zehn Jahren. Vor allem Iraker, Iraner, Syrer und Afghanen seien eingeschleust worden.

Durchsucht wurden sechs Wohnungen und ein Geschäftsraum. Durch die Vernehmung der Festgenommenen, die Befragung weiterer Beschuldigter und die Auswertung von Beweismitteln erhoffe man sich weitere Erkenntnisse über Organisationsstrukturen, sagte Meinhold. Daraus könnten sich dann weitere Ermittlungen ergeben.

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