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Schuldenstand des Staates sinkt unter Zwei-Billionen-Marke
21. September 2017 / 06:57 / vor einem Monat

Schuldenstand des Staates sinkt unter Zwei-Billionen-Marke

Berlin (Reuters) - Die Schulden des deutschen Staates sind zur Jahresmitte dank wachsender Steuereinnahmen und niedriger Zinkosten unter die Marke von zwei Billionen Euro gesunken.

The so-called Schuldenuhr (debt clock) which displays the new indebtedness per second in Germany, is pictured above an entrance to a building in Berlin June 8, 2010. German Chancellor Angela Merkel said on Monday the government aims to consolidate the federal budget by just over 80 billion euros ($95 billion) over the next four years. REUTERS/Pawel Kopczynski (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen Ende Juni zusammen mit 1,9778 Billionen Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das sind 2,9 Prozent oder 59,8 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. “Dabei konnten alle Ebenen ihre Verschuldung verringern”, erklärten die Statistiker.

Die Schuldenlast des Bundes nahm besonders deutlich ab. Sie sank um 3,3 Prozent auf 1,244 Billionen Euro ab. Der Bund baute seine aufgenommenen Kredite (–38,7 Prozent) und seine Wertpapierschulden (–1,5 Prozent) ab, während die Kassenkredite um elf Prozent stiegen. Die Verbindlichkeiten der Länder schrumpften um 2,4 Prozent auf 592,9 Milliarden Euro. Hohe prozentuale Rückgänge gab es in Sachsen (–23,3 Prozent), Bayern (–11,6), Mecklenburg-Vorpommern (–9,6) und Hessen (–8,6). Die höchsten Zuwächse meldeten Hamburg (+7,3) und Schleswig-Holstein (+4,6). Dies sei “im Wesentlichen bedingt durch die Übertragung von notleidenden Altkrediten der HSH Nordbank an die neu gegründete hsh portfoliomanagement AöR’”, so das Statistikamt.

Die Gemeinden und Gemeindeverbände verringerten ihre Schuldenlast um 1,8 Prozent auf 140,5 Milliarden Euro. Die Kommunen in Sachsen (–8,4), Sachsen-Anhalt (–6,4) und Hessen (–5,0) bauten ihre Verbindlichkeiten am deutlichsten ab, während diese in Schleswig-Holstein (+1,5) und Baden-Württemberg (+1,0) zunahmen.

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