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Inlandsnachrichten

GEW dringt auf Wechselunterricht in den Schulen

Geography teacher Dinar Pamukci looks at the last student leaving her classroom at Hesse's largest high school, Karl-Rehbein-Schule, in Hanau, after authorities decided to close schools in most of Germany's federal states due to the coronavirus disease (COVID-19) in Germany, March 13, 2020. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fehlt nach dem Bund-Länder-Treffen eine klare Maßnahmen für den Schulunterricht.

“Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben: Es ist völlig unverständlich und sachlich nicht begründet, warum sich die Länder gegen Wechselunterricht wehren, der für die Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I gut umzusetzen ist”, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe den Zeitungen des “Redaktionsnetzwerks Deutschland” (RND/Dienstagsausgaben). Das sei vor dem Hintergrund der rund 200.000 Schüler, die laut Kultusministerkonferenz bereits in Quarantäne sind, und der über 3000 mit Corona infizierten Lehrkräfte verantwortungslos und “politisches Abenteurertum”.

Im ursprünglichen Papier für die Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten seien beispielsweise die Halbierung der Klassen und die Suche nach zusätzlichen Raumkapazitäten vorgeschlagen worden, um Abstände in den Klassen – ergänzt durch entsprechende Lüftungskonzepte – einhalten zu können, sagte Tepe. “Jetzt ist nicht die Zeit, vernünftige, zielführende Vorschläge vom Tisch zu wischen – in der Hoffnung, die Infektionszahlen würden schon irgendwie sinken”, betonte die Gewerkschaftsvorsitzende.

Auch der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sieht dringend Nachbearbeitungsbedarf. “Von Lehrkräften, Eltern und Schülern dringend erwartete Entscheidungen und mehr Klarheit über das weitere Vorgehen sind zwar nicht aufgehoben, aber mal wieder aufgeschoben”, sagte er dem RND. Er forderte, es müssten klare Werte benannt werden, bei denen bestimmte Maßnahmen fällig seien. Verbessert werden müsse auch die Kommunikation zwischen Ministerien und Schulen. “Es geht einfach nicht an, dass Schulleitungen und Lehrkräfte aus der Zeitung oder Montagfrüh um sieben Uhr erfahren, wie sie in dieser Woche zu unterrichten haben”, sagte Beckmann.

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