March 28, 2019 / 8:48 AM / 3 months ago

Übernahmeangebot für Anzeigenportal Scout24 läuft bis Mai

Soccer fans wave German national flags during the screening of the Euro 2008 semi-final between Germany and Turkey at the 'fan mile' public viewing area in Berlin in this June 25, 2008 file photo. After six decades atoning for the crimes of the Nazis, Germans are rediscovering a sense of patriotism and are no longer ashamed to wave their flag and sing the national anthem. The nation startled itself during the 2006 soccer World Cup tournament, when millions of people painted flags on their faces, wearing red, gold and black hats and chanting the national anthem. To match feature GERMANY-IDENTITY REUTERS/Fabrizio Bensch/Files (GERMANY SOCIETY SPORT SOCCER)

München (Reuters) - Die Finanzinvestoren Blackstone und Hellman & Friedman haben ihr milliardenschweres Übernahmeangebot für den Anzeigenportal-Betreiber Scout24 auf den Tisch gelegt.

Die im Februar angekündigte Offerte von 46 Euro je Aktie laufe bis zum 9. Mai, teilten die beiden Beteiligungsgesellschaften am Donnerstag mit. Kommt der Deal zustande, wäre es mit 5,7 Milliarden Euro die bislang größte Übernahme eines börsennotierten Unternehmens in Deutschland durch Private Equity. Zur Bedingung haben die beiden Bieter gemacht, dass ihnen aus dem Kreis der gegenwärtigen Anteilseigner mehr als 50 Prozent der Aktien angedient werden.

Nach einer Übernahme wollen die Investoren den Münchner Anzeigenportal-Betreiber erwartungsgemäß auch durch Zukäufe stärken. “Als strategische Partner wollen Hellman & Friedman und Blackstone das Managementteam von Scout24 dabei unterstützen, das organische und anorganische Wachstum voranzutreiben”, hieß es in der Mitteilung. Dazu solle in bestehende Plattformen und Produktentwicklungen investiert werden. Die Münchner betreiben Deutschlands größten Wohnungs- und Häuservermittler Immobilienscout24 sowie die Portale Autoscout24 und Financescout24.

An der womöglich bald zum Verkauf stehenden Ebay-Kleinanzeigen-Sparte interessiert Scout24 vor allem mobile.de, die Nummer eins in Deutschland für Gebrauchtwagen-Anzeigen vor der Scout-Tochter Autoscout24. Das hatte Scout24-Vorstandschef Tobias Hartmann am Montag angedeutet. Ebay hat auf Druck von aktivistischen Investoren hin angekündigt, seine Struktur zu überprüfen. Dabei könnte die Ebay Classifieds Group (ECG) oder Teile davon auf den Markt kommen. Auch der Medienkonzern Springer hat einem Medienbericht zufolge ein Auge auf die Ebay-Kleinanzeigen geworfen.

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