May 14, 2019 / 12:13 PM / 8 days ago

Seehofer will digitalen Gegenschlag gegen Cyberattacken ermöglichen

A man holds a laptop computer as cyber code is projected on him in this illustration picture taken on May 13, 2017. Capitalizing on spying tools believed to have been developed by the U.S. National Security Agency, hackers staged a cyber assault with a self-spreading malware that has infected tens of thousands of computers in nearly 100 countries. REUTERS/Kacper Pempel/Illustration

Berlin (Reuters) - Deutsche Sicherheitsbehörden sollen nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer die Befugnis zum digitalen Gegenschlag im Fall von Cyberattacken bekommen.

“Die aktive Cyberabwehr wird im Juni im Bundessicherheitsrat besprochen”, kündigte der CSU-Politiker am Dienstag in Berlin an. Der sogenannte Hackback solle aber immer nur die letzte Möglichkeit bleiben, wenn alles andere versage. Dies könne bei einem größeren Cyberangriff auf kritische Infrastruktur wie die Energieversorgung oder Krankenhäuser der Fall sein.

Mit einem Hackback kann etwa ein Server ausgeschaltet werden, über den ein Angriff vom Ausland aus gesteuert wird. Auch die Stilllegung von Leitungen ist nach den Worten Seehofers denkbar.

Um den digitalen Gegenschlag zu ermöglichen, sei wahrscheinlich eine Grundgesetzänderung nötig, da es sich eigentlich um eine Aufgabe der Länder handle, sagte Seehofer. “Aber wenn man bei solchen Szenarien zu dem Ergebnis kommt, dass es die Länder allein nicht schultern können, gehört es zu unserer Pflicht, uns auf eine solche Situation rechtlich vorzubereiten”.

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