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Wirtschaftsnachrichten

Studie - Jeder Dritte bestellt seit Corona-Krise mehr im Netz

A worker sorts items for delivery from the 70,000 square metre warehouse floor at Amazon's new distribution center in Brieselang, near Berlin November 28, 2013. Germany's antitrust watchdog has dropped an investigation into Amazon after the world's biggest Internet retailer agreed to stop forcing third-party merchants to offer their cheapest price when selling products on its platform. Andreas Mundt, the president of the German cartel office, said it had decided to set aside the case against Amazon after the company agreed to cancel that demand from the terms and conditions of its contracts with merchants. "Making pricing demands to your own competitors cannot be justified in any circumstances, not even with the undeniable advantages of an online market place." REUTERS/Tobias Schwarz (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Berlin (Reuters) - Die Corona-Krise lässt die Deutschen häufiger und mehr im Netz einkaufen.

Jeder dritte Online-Shopper bestelle seit Ausbruch der Pandemie mehr, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Branchenverbandes Bitkom unter mehr als 1100 Internetnutzern hervor. Mehr als vier Fünftel der Befragten gingen davon aus, dies nach der Krise beizubehalten. Mit Blick auf die Ängste vieler Deutschen hinsichtlich der Ansteckungsgefahren in vollen Kaufhäusern sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder über das Weihnachtsgeschäft: “Ein großer Teil des Geschenkekaufs wird sich noch mehr als in den vergangenen Jahren ins Netz verlagern.” Mehr als die geringere Gefahr, sich anzustecken, zählten allerdings Komfort und Bequemlichkeit beim Shopping aus dem heimischen Wohnzimmer.

Inzwischen kaufen laut Bitkom 57 Millionen Deutsche online. Und trotzdem wollen sie ihre Lieblingsläden vor Ort unterstützen, am liebsten über Online-Bestellungen. Laut der Umfrage sorgen sich fast 80 Prozent, dass die Einzelhändler aus ihrer Region die Krise nicht verkraften. “Die Politik muss den stationären Handel ertüchtigen, auch Online-Angebote machen zu können”, sagte Rohleder.

Der Bitkom-Geschäftsführer warb zudem für Neuerungen beim Umgang mit Rücksendungen. Der Studie zufolge wird jeder achte Online-Kauf zurückgeschickt. Die Mehrheit der Bestellenden sei der Meinung, dass retournierte Waren lieber gespendet statt vernichtet gehörten. “Dafür muss das Spenden attraktiver gestaltet werden, indem die Umsatzsteuer abgeschafft wird”, sagte Rohleder.

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