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Sicherheitsexperten - Konzepte zum Schutz von Events fehlen zu oft
21. Dezember 2016 / 06:30 / in einem Jahr

Sicherheitsexperten - Konzepte zum Schutz von Events fehlen zu oft

Berlin (Reuters) - Sicherheitsexperten haben nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten einen fehlenden Schutz der Besucher kritisiert.

Police secures the area at the site of an accident at a Christmas market on Breitscheidplatz square near the fashionable Kurfuerstendamm avenue in the west of Berlin, Germany, December 19, 2016. REUTERS/Fabrizio Bensch

“Die Notwendigkeit umfangreicherer Sicherheitsmaßnahmen war offenbar nicht präsent”, heißt es laut Tageszeitung “Die Welt” beim Bundesverband der Sicherheitswirtschaft. Das Gefahrenpotenzial sei hierzulande vermutlich auch deshalb nicht richtig eingeschätzt worden, weil Deutschland bislang von großen Anschlägen verschont geblieben war. “Es gibt bei öffentlichen Veranstaltungen vielfach keine ausreichenden Konzepte zum Schutz der Besucher”, sagte Peter Metz, Chef der Sicherheitsberatung Arga. “Das ist schon seit Jahren ein Problem.”

Der Anschlag am Breitscheidplatz komme nach der Lastwagen-Attacke in Nizza im Juli nicht überraschend, ergänzte Carsten Baeck, Chef des Unternehmens Deutsche Risikoberatung. “Eine weitere Tat nach diesem Muster war zu erwarten.” Entsprechende Sicherheitsvorkehrungen seien für Events mit größeren Menschenansammlungen aber überwiegend nicht getroffen worden - weder in Berlin noch in anderen deutschen Städten. Einfache Maßnahmen könnten bereits viel bewirken: “Zum Beispiel Zufahrten mit quergestellten Lkw abriegeln, Buden und das Areal von Festen und Märkten mit parkenden Autos sichern”, so Baeck.

Für den Anschlag in Berlin wurde ein offenbar entführter Sattelschlepper genutzt. Der Logistikverband BGL fordert deswegen mehr Polizeischutz für Lkw auf Rastplätzen. “Auch eine ausreichende Beleuchtung und die Umzäunung von Parkflächen könnte mit dazu beitragen, dass Übergriffe auf Lkw-Fahrer schwieriger werden”, sagte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

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