November 7, 2019 / 4:55 PM / in 4 days

Kanzlerin - Zwei Prozent Verteidigungsausgaben bis 2031 realistisch

100 Euro Banknotes are seen at the Money Service Austria company's headquarters in Vienna, Austria, November 16, 2017. REUTERS/Leonhard Foeger

Berlin (Reuters) - Kanzlerin Angela Merkel hat sich hinter die Forderung von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gestellt, die deutschen Verteidigungsausgaben bis spätestens 2031 auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen.

Dies sei “eine realistische Einschätzung”, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Berlin. Sie sehe es als deutsche Verpflichtung, dass man die Zusagen vom Nato-Gipfel in Wales 2014 auch einhalte. Damals sei von der damaligen großen Koalition zugesagt worden, Richtung zwei Prozent zu gehen, sagte Merkel. Und wenn man sich anschaue, was man seither geschafft habe und dass man bis 2024 1,5 Prozent erreichen wolle, dann sei die Forderung von Kramp-Karrenbauer ambitioniert, aber realistisch.

Deutschland steht wegen der Verfehlung des Zwei-Prozent-Ziels der Nato seit längerem in der Kritik, sowohl von US-Präsident Donald Trump als auch EU-Verbündeten. Kramp-Karrenbauer hatte ihre Forderung ebenfalls mit der deutschen Zusage und den wachsenden Aufgaben für die Bundeswehr begründet. Der Zeitraum bis 2031 sei aber nötig wegen der langen Beschaffungsprozesse für Rüstungsgüter.

Sowohl Merkel als auch Kramp-Karrenbauer werden am Freitag US-Außenminister Mike Pompeo empfangen. Dieser hatte am Donnerstag bereits Außenminister Heiko Maas (SPD) getroffen.

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