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Unternehmensnachrichten

IG Metall - Siemens sollte Sperrminorität an Energietochter behalten

Flags of Germany's metalworkers' union IG Metall (IGM) are pictured past the IGM headquarters in Frankfurt May 3, 2012. Workers in Germany's engineering and metalworking sector aim to begin work stoppages after unions failed to agree with employers to raise wages by 6.5 percent. REUTERS/Ralph Orlowski(GERMANY - Tags: BUSINESS EMPLOYMENT POLITICS CIVIL UNREST LOGO)

Düsseldorf (Reuters) - Die IG Metall hat sich dafür ausgesprochen, dass der Industriekonzern Siemens nach dem Börsengang seiner Energietochter an dieser längerfristig als Ankeraktionär beteiligt bleibt.

“Ich glaube es würde Sinn machen, wenn der Siemens-Konzern die ersten Jahre eine Sperrminorität von 25,1 hält”, sagte IG Metall-Hauptkassierer Jürgen Kerner am Donnerstagabend vor Journalisten in Düsseldorf. Dadurch könne gegebenenfalls verhindert werden, dass Siemens Energy einfach übernommen werde. “Es ist wichtig, dass es einen Ankeraktionär gibt, damit nicht irgendwer am Kapitalmarkt auf dumme Gedanken kommt.” Kerner sitzt im Aufsichtsrat sowohl von Siemens als auch der Energietochter.

Siemens will Ende September 55 Prozent der Tochter abspalten und den eigenen Aktionären ins Depot legen. Siemens selbst will zunächst 35,1 Prozent behalten, der Rest geht an den Siemens Pensionsfonds. Binnen zwölf bis 18 Monaten nach dem Börsengang will der Mutterkonzern seinen Anteil weiter deutlich verringern. Es gebe verschiedene Modelle für eine Sperrminorität, erklärte Kerner mit Blick auf die Beteiligung des Pensionsfonds. Über einen kompletten Ausstieg des Mutterkonzerns sei im Übrigen nirgends gesprochen worden.

Der Gewerkschafter wies auch Spekulationen über geplante Standortschließungen bei Siemens Energy zurück. “Es gibt keine Pläne, die weder der Aufsichtsrat von Siemens noch der von Siemens Energy kennt, für Standortschließungen.” Es sei gute Tradition im Unternehmen, dass man so etwas zunächst mit den Arbeitnehmervertretern besprechen würde. Es gebe dazu aber überhaupt keine Gespräche.

Eine Person aus dem Umfeld des Unternehmens hatte berichtet, dass die Zahl der Fertigungsstätten reduziert werden solle. Derzeit hat das Unternehmen 75 Standorte weltweit mit mehr als 50 Beschäftigten. Das Management hat kurz darauf angekündigt, sich alle Geschäfte genau anzuschauen und sich auch nicht vor harten Entscheidungen zu scheuen. Die Betriebsabläufe müssten weltweit verbessert und das Portfolio den Marktbedingungen angepasst werden. Details blieben offen.

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