February 21, 2020 / 5:30 PM / 2 months ago

Autovermieter Sixt verkauft Leasing-Tochter an Hyundai-Bank

The Sixt car rental logo is seen in Augsburg, Germany, March 24, 2017. REUTERS/Michaela Rehle

München (Reuters) - Der Autovermieter Sixt trennt sich endgültig von seiner Leasing-Tochter.

Die börsennotierte Sixt Leasing soll von der Hyundai Capital Bank Europe übernommen werden, die seit 2017 Autokredite und -leasing für die südkoreanischen Marken Hyundai und Kia anbietet. Sixt verkauft seine restlichen Anteile von knapp 42 Prozent für bis zu 163,4 Millionen Euro an den Finanzdienstleister, ein Gemeinschaftsunternehmen des Autobauers Hyundai mit der spanischen Bank Santander, die in Deutschland vor allem als Konsumfinanzierer aktiv ist.

Die Hyundai Bank bietet auch den übrigen Aktionären von Sixt Leasing 18 Euro je Anteilsschein, zuzüglich 90 Cent Dividende für das abgelaufene Jahr, wie sie am Freitagabend mitteilte. Damit würde sie sich die Übernahme bis zu 390 Millionen Euro kosten lassen.

Sixt hatte Gespräche über einen Anteilsverkauf bereits vor zwei Tagen bestätigt. Vorstandschef Erich Sixt nannte die Trennung rund fünf Jahre nach dem Börsengang der Leasing-Sparte einen “konsequenten strategischen Schritt”. Sein Sohn Alexander, der dem Vorstand ebenfalls angehört, erklärte, Sixt wolle sich damit auf das Kerngeschäft mit der Autovermietung, Fahr- und Mitfahrdiensten und die Expansion in die USA und nach Westeuropa konzentrieren. Leasing werde man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr anbieten. Auch zwei bisher von Sixt selbst betriebene Gebrauchtwagen-Standorte sollen an den neuen Eigentümer gehen. Die Verwertung von Leasingautos nach deren Rückgabe ist Teil des Geschäftsmodells. Sixt Leasing darf die Namensrechte noch für fünf Jahre nutzen. Das Unternehmen setzte mit dem Leasing ganzer Fahrzeugflotten an Firmen und Privatleute 2018 mehr als 800 Millionen Euro um. In der Branche werden immer mehr kleinere Anbieter von größeren aufgekauft.

Der Verkauf des Aktienpakets bringt Sixt einen mittleren zweistelligen Millionengewinn ein. Bisher hatte Sixt die Tochter noch voll in der Bilanz berücksichtigen müssen, obwohl der Mutterkonzern nicht mehr die Mehrheit hielt. Die Übernahme kommt allerdings nur zustande, wenn die Hyundai Bank durch ihr Angebot insgesamt mindestens auf 55 Prozent der Anteile kommt.

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