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Solarworld droht nach Pleite "signifikanter" Stellenabbau
17. Juli 2017 / 14:07 / in 4 Monaten

Solarworld droht nach Pleite "signifikanter" Stellenabbau

Düsseldorf (Reuters) - Der insolventen Solarworld droht ein radikaler Personalabbau.

Frank Asbeck, founder and CEO of Germany's SolarWorld poses for a picture before an extraordinary shareholders meeting in Bonn August 7, 2013. Asbeck is seeking approval for a wide-ranging restructuring plan from holders of one of its outstanding convertible bonds, a key step in the solar group's overhaul. SolarWorld had to embark on a debt restructuring to cope with the pressures of overcapacity in the solar industry, where falling prices and tough Asian competition have pushed some big players such as Q-Cells and Solon, to file for insolvency. REUTERS/Wolfgang Rattay (GERMANY - Tags: BUSINESS)

Dem Solarkonzern gelinge es nicht, wegen der hohen Produktionsaufwendungen seine Personalkosten zu verdienen, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg am Montag mit. Daher werde es zu einem “signifikanten” Abbau bei den insgesamt noch 1850 Stellen kommen. Auch die Suche nach Geldgebern ziehe sich hin. Mehrere interessierte strategische Investoren aus dem In- und Ausland hätten noch einen Beratungsbedarf von bis zu vier Monaten angemeldet.

“Somit bewegen wir uns gerade im Spannungsfeld zwischen Rettungsaussichten sowie Perspektiven für SolarWorld einerseits und den aktuellen Sach-, Struktur- und Personalkosten, die wir nicht voll umfänglich erfüllen können, andererseits”, erklärte Piepenburg. Über notwendigen Freistellungen werde erst in der kommenden Woche entschieden.

Nach sechs Verlustjahren hatte das einstige Aushängeschild der deutschen Solarindustrie Anfang Mai einen Insolvenzantrag gestellt. Die Mitarbeiter in der Bonner Zentrale, im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt erhalten bis Juli Insolvenzgeld. Das entlastet die Kasse des überschuldeten Konzerns. Die Arbeitsagentur bekommt das Geld später aus der Insolvenzmasse zurück. Der vorläufige Insolvenzverwalter versucht zudem, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Bislang seien nicht nur Aufträge abgearbeitet, sondern auch Bestellungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich in die Bücher genommen worden, erklärte er.

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