January 28, 2018 / 1:09 PM / 7 months ago

Sportartikelhändler setzen 2018 ganz auf die Fußball-WM

München (Reuters) - Die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland soll den deutschen Sportartikel-Fachhändlern in diesem Jahr zu einem Umsatzschub verhelfen.

A general view shows Luzhniki Stadium, which will host matches of the 2018 FIFA World Cup, in Moscow, Russia January 24, 2018. REUTERS/Maxim Shemetov

Die umsatzstärkste Handelsgruppe Intersport hofft dadurch auf ein Plus von zwei bis drei Prozent, die kleinere Sport 2000 prognostizierte am Sonntag einen Umsatzzuwachs von drei Prozent. Der Verkauf der neuesten Fußbälle, Schuhe und von Fan-Trikots der Nationalmannschaft dürfte das Geschäft in den Mannschafts-Sportarten um 25 bis 30 Prozent ankurbeln, mit dem die Sporthändler rund acht Prozent ihres Jahresumsatzes machten, rechnete Sport-2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf am Rande der Münchner Sportartikelmesse Ispo vor.

“Das Fußball-Event ist ein wichtiger Baustein”, sagte der Vorstandschef von Intersport, Kim Roether. Nach dem Sieg der deutschen Nationalelf bei der WM 2014 in Brasilien hatten sich zahlreiche Einzelhändler geärgert, weil Adidas die Fan-Trikots mit dem vierten Stern zuerst online verkauft hatte und viele Kunden auf den Verkauf im Laden lange warten mussten. “Da gab es auch Verstimmung”, räumte Roether ein. “Aber wenn Löws Jungs den nächsten Titel holen, ist das alles vergessen.”

Im vergangenen Jahr bekamen die Händler das Fehlen von sportlichen Großereignissen zu spüren. Die 2000 selbstständigen Unternehmen, die Intersport oder Sport 2000 angeschlossen sind, mussten sich mit einem Außenumsatz zufriedengeben, der nur ein Prozent über dem des Vorjahres lag. Bis kurz vor Weihnachten drohte ihnen sogar ein Umsatzminus. Erst das Wintersport-Geschäft im kalten Dezember habe den Trend umgekehrt, berichteten Intersport und Sport 2000 übereinstimmend. Inzwischen hinkt der Umsatz mit Skiern, Schuhen und warmer Bekleidung aber bei Intersport zwei Prozent hinter dem Vorjahr her. Die Olympischen Winterspiele spielten für den Absatz kaum eine Rolle.

Über die beiden Einkaufsverbünde werden fast zwei Drittel des gesamten Sportartikel-Umsatzes von 7,5 Milliarden Euro in Deutschland abgewickelt. Adidas ist noch vor Weltmarktführer Nike, der finnischen Amer (Salomon, Atomic) und dem Lauf-Spezialisten Asics bei beiden der wichtigste Ausrüster. Die 915 Intersport-Händler verkauften in ihren 1400 Filialen Waren für 2,94 Milliarden Euro, die 995 Sport-2000-Mitglieder setzten in 1300 Geschäften 1,89 Milliarden um. Anders als Ketten wie Decathlon und XXL arbeiten sie nur im Einkauf zusammen. Karstadt Sports, die zur österreichischen Signa-Gruppe gehört, hatte sich im Herbst Intersport angeschlossen.

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