December 30, 2008 / 10:16 AM / 10 years ago

Staatsdefizit sinkt dank deutlich höherer Steuereinnahmen

Berlin (Reuters) - Dank deutlich gestiegener Steuereinnahmen ist das deutsche Staatsdefizit bis Ende September gesunken.

Der Fehlbetrag bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung verringerte sich auf 14,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag nach ersten Berechnungen mitteilte. Das sind 4,2 Milliarden weniger als vor einem Jahr. Während die Einnahmen der öffentlichen Haushalte um 3,2 Prozent auf 760,2 Milliarden Euro stiegen, erhöhten sich die Ausgaben um 2,5 Prozent auf 774,8 Milliarden Euro.

Die Entwicklung verlief aber auf den verschiedenen staatlichen Ebenen höchst unterschiedlich. Die Bundesländer kamen zusammen auf einen Überschuss in Höhe von 4,8 Milliarden Euro. Die Kommunen erzielten sogar ein Plus von 5,6 Milliarden Euro. Dagegen wies der Bund eine Finanzierungslücke von 22,6 Milliarden Euro aus. Die gesetzliche Sozialversicherung lag mit 2,4 Milliarden Euro im Minus.

GEMEINDEN MIT KRÄFTIGSTEM PLUS BEI STEUEREINNAHMEN

Der Staat steigerte seine Einnahmen vor allem dank eines höheren Aufkommens aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben. Sie kletterten um 3,8 Prozent auf 685,4 Milliarden Euro. Davon profitierten vor allem die Gemeinden, deren Steuereinnahmen um 8,1 Prozent wuchsen. In den Ländern legten sie um 5,4 Prozent zu, beim Bund um 4,4 Prozent. Die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung erhöhten sich dagegen nur um 1,6 Prozent.

Die Einnahmen aus Gebühren stiegen um insgesamt 2,1 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro. Die Erlöse aus wirtschaftlicher Tätigkeit kletterten um 0,3 Prozent, die aus dem Verkauf von Vermögen nahmen um 27,5 Prozent zu.

Bei den Ausgaben wuchs der laufende Sachaufwand mit 5,2 Prozent auf 184,3 Milliarden Euro am stärksten, gefolgt von den Sachinvestitionen mit plus 4,9 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro. Die Personalausgaben erhöhten sich um 2,9 Prozent auf 149,0 Milliarden Euro. Die öffentlichen Ausgaben für Zinsen kletterten um 0,7 Prozent auf 57,6 Milliarden Euro und für soziale Leistungen um 0,3 Prozent auf 269,7 Milliarden Euro.

Am Kreditmarkt tilgten die öffentlichen Haushalte Schulden in Höhe von 15,6 Milliarden netto. Ihre Kreditmarktschulden lagen bei 1498,1 Milliarden Euro. Das waren rund 16 Milliarden Euro mehr als vor Jahresfrist.

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