April 24, 2018 / 3:04 PM / 6 months ago

Ex-Sparkassenpräsident akzeptiert Steuer-Strafbefehl doch

München (Reuters) - Der zurückgetretene Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon kommt nun doch um einen öffentlichen Prozess zu seiner Steueraffäre herum.

A Sparkasse bank sign is pictured in Ulm, Germany, April 6, 2017. REUTERS/Michaela Rehle

Der ehemalige CSU-Politiker wolle einen - in der Summe leicht reduzierten - Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung über 140 Tagessätze akzeptieren, bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts München am Dienstag. Das hätten seine Verteidiger angekündigt. Die Steueraffäre, die kurz vor seiner geplanten Wiederwahl als Präsident des Sparkassenverbandes DSGV hochgekocht war, hatte den früheren bayerischen Finanzminister das Amt gekostet. Fahrenschon hatte eingeräumt, dass er seine Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 zu spät beim Finanzamt abgegeben hatte.

Gegen den Strafbefehl hatte er sich aber gewehrt und wollte es auf einen Prozess ankommen lassen. Sein Verhalten sei zwar kritikwürdig, aber keine vorsätzliche Straftat. Der Prozess hätte am Donnerstag vor dem Amtsgericht München beginnen sollen - unter großem Medieninteresse. Nach einem Gespräch mit dem Gericht und der Staatsanwaltschaft, das auf Bitten seiner Verteidiger stattfand, habe Fahrenschon eingelenkt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I. Formal müssen die Ankläger nun einen neuen Strafbefehl beantragen. Ein Grund für die Reduzierung der Strafhöhe könne der Verlust des Amtes sein, sagte der Gerichtssprecher.

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