April 13, 2009 / 9:24 AM / 11 years ago

Studie - Vorstände von Dax-Konzernen immer internationaler

München, 13. Apr (Reuters) - Die Führungsgremien deutscher Großkonzerne werden immer internationaler. Ende Januar seien 43 der insgesamt 182 Vorstandsmitglieder von Dax-Firmen und damit bereits knapp ein Viertel nicht in Deutschland geboren oder aufgewachsen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie der Personalberatung Heidrick & Struggles. Die Autoren sprechen von einer Trendwende. Im Jahr 2000 hatten weniger als 15 Prozent aller Vorstände von Unternehmen aus dem Börsen-Leitindex Dax einen ausländischen Pass. Für die Zukunft wird ein Anstieg auf 40 bis 50 Prozent erwartet. Dabei dürften auch Asiaten zum Zuge kommen.

Derzeit stammen sechs der sieben Ausländer an der Spitze deutscher Dax-Konzerne aus Europa. Die Schweizer Josef Ackermann und Reto Francioni führen die Deutsche Bank(DBKGn.DE) und Deutsche Börse(DB1Gn.DE), die Österreicher Peter Löscher und Wolfgang Mayrhuber Siemens(SIEGn.DE) und die Lufthansa(LHAG.DE), der Schwede Hakan Samuelsson MAN(MANG.DE), der Däne Kasper Rorsted Henkel(HNKG_p.DE) und der Amerikaner Ben Lipps Fresenius Medical Care(FMEG.DE).

Im europäischen Vergleich entspricht die Ausländerquote in deutschen Chefetagen dem Durchschnitt. Internationaler sind etwa die Führungszirkel in Großbritannien, Spanien und der Schweiz besetzt. In Frankreich ist der Anteil ausländischer Führungskräfte dagegen niedriger als in Deutschland.

Reporter: Christian Krämer, redigiert von Jörn Poltz

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