September 6, 2018 / 5:29 AM / 2 months ago

Maas stellt Türkei Hilfe mit syrischen Flüchtlingen in Aussicht

Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu shakes hands with his German counterpart Heiko Maas before a news conference in Ankara, Turkey September 5, 2018. REUTERS/Umit Bektas

Ankara (Reuters) - Deutschland hat der Türkei Hilfe mit syrischen Flüchtlingen in Aussicht gestellt.

Sollte es zu Kämpfen an breiter Front kommen, sei Deutschland zur Verstärkung seines humanitären Engagements bereit, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Ankara. Cavusoglu wies darauf hin, dass Flüchtlinge aus der Region Idlib wahrscheinlich in die Türkei und nach Europa kommen würden.

Maas sprach auch das Thema von in der Türkei inhaftierten Deutschen an. Er wollte sich aber nicht näher zum Inhalt der Gespräche äußern. Maas traf auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Des weiteren stehen bei dem zweitägigen Treffen mit Wirtschaftsvertretern an. Das Land am Bosporus steckt derzeit in einer Wirtschaftskrise. Die Landeswährung ist im freien Fall.

Wichtigstes Thema ist jedoch die Lage in Idlib. Bereits vor seinem Abflug hatte der SPD-Politiker die wichtige Rolle der Türkei hervorgehoben, eine humanitäre Katastrophe in der Provinz zu verhindern. “Wir werden unsererseits alles dafür tun, um diejenigen, die in der Region aktiv sind, aber auch andere Staaten, die sich um eine politische Lösung in der Region bemühen, dabei zu unterstützen, den Angriff auf Idlib und die drohende, humanitäre Katastrophe zu verhindern.”

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat Truppen an der Front im Nordwesten nahe Idlib zusammengezogen, wo zahlreiche Zivilisten, aber auch viele aus anderen Landesteilen geflohene und vertriebene Rebellen ausharren. Zuletzt bombardierte auch Russland die Aufständischen in der Region wieder. Unterstützt vom russischen Militär haben die syrischen Regierungstruppen in den vergangenen Jahren eine Rebellen-Enklave nach der nächsten zurückerobert. Die Provinz Idlib ist nun die einzige Hochburg der Aufständischen, die verblieben ist. In der Nacht und am Mittwochmorgen griff die syrische Armee den letzten großen Rückzugsort der Rebellen an.

Bei einem Gipfeltreffen am Freitag in Teheran wollen Assads Verbündete Russland und Iran sowie die Türkei, die einen Teil der Rebellen in Syrien unterstützt, über die Lage beraten.

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