26. Oktober 2017 / 14:56 / in 24 Tagen

Abbau von Verwaltungsjobs durch Thyssen-Stahlfusion befürchtet

Düsseldorf (Reuters) - Bei Thyssenkrupp sorgen sich nach den Stahlkochern nun auch Beschäftigte in anderen Bereichen um ihren Job im Fall einer Fusion der Stahlsparte mit Tata Steel.

The ThyssenKrupp AG logo is pictured at an escalator at the ThyssenKrupp headquarters in Essen, Germany, September 20, 2017. REUTERS/Wolfgang Rattay

Die Mitarbeiter der für einige Verwaltungsfunktionen zuständigen Einheit Global Shared Services befürchteten eine Auflösung ihres Bereichs, teilte der Betriebsrat am Donnerstag mit. “Fast ein Drittel unserer Beschäftigten erbringt heute Dienstleistungen ausschließlich für den Stahlbereich”, sagte der Betriebsratschef der Thyssenkrupp Business Services GmbH, Holger Hollnack. Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger habe bereits angekündigt, dass im Falle einer Fusion die Shared Services der Essener in Konkurrenz zu denen des Tata-Konzerns stünden. “In diesem Fall können wir einpacken – da haben wir keine Chance.”

In dem Bereich seien weltweit rund 1500 Mitarbeiter beschäftigt, erklärte der Betriebsrat. Thyssenkrupp Business Services beschäftige in Essen und Bochum rund 1100 Mitarbeiter. Noch gebe es einen Tarifvertrag, der in Essen bis Ende 2022 eine Mindestbeschäftigtenzahl von 580 Mitarbeitern zusichere. Was danach komme, sei offen.

“Betriebsbedingte Kündigungen sind nach einer Vereinbarung in diesem Bereich bis Ende 2022 ausgeschlossen”, sagte ein Konzernsprecher. “Wir halten uns an bestehende Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung.” Was den möglichen Stellenabbau im Zuge des Joint Ventures mit Tata betrifft, verwies er auf die Aussagen in der Pressekonferenz im September. “Die beiden Joint-Venture-Partner erwarten, dass zur Realisierung der Kostensynergien im gesamten Gemeinschaftsunternehmen in den kommenden Jahren bis zu 2000 Stellen in Verwaltungsbereichen und möglicherweise bis zu 2000 Stellen in der Produktion abgebaut werden müssen”, hatte Vorstandschef Hiesinger erklärt. Die Lasten sollte in etwa Hälftig verteilt werden, so dass bei Thyssenkrupp insgesamt etwa 2000 Stellen gestrichen werden könnten.

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