January 28, 2020 / 4:58 PM / a month ago

FOKUS 1-Insider - Kone bietet 17 Milliarden Euro für Thyssen-Aufzugssparte

* Insider - Kone bietet rund 17 Milliarden Euro

* Kone-Chef bekräftigt Interesse - schweigt sich aber zu Offerte aus (Neu: Zweiter Insider, Aussagen Kone-Chef, Details)

Frankfurt, 28. Jan (Reuters) - Im Rennen um die Aufzugsparte von Thyssenkrupp bietet der finnische Konkurrent Kone den Essenern zwei Insidern zufolge 17 Milliarden Euro. Kone hat sich mit dem Finanzinvestor CVC zusammengetan, neben diesem Duo buhlen auch noch mehrere Konsortien aus Finanzinvestoren um die Sparte. Diese hätten bei einer Übernahme der lukrativen Aufzugsparte im Gegensatz zu Kone keine langwierige Prüfung der Kartellbehörden zu befürchten. Kone wolle Offerten der konkurrierenden Finanzinvestoren um eine Milliarde überbieten, sagte ein Insider. Thyssenkrupp wollte sich am Dienstag nicht zu den Angaben äußern. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Offerte berichtet.

Die Finnen hatten erst am Mittag ihr Interesse an der Thyssenkrupp-Sparte bekräftigt. Kone sei sehr interessiert, allerdings nicht an einem Minderheitsanteil, sagte Vorstandschef Henrik Ehrnrooth auf der Bilanzpressekonferenz in Helsinki. Ein Zusammenschluss würde beiden Firmen Vorteile bringen. Er schwieg sich aber vor der Presse und später vor Analysten darüber aus, ob Kone wie erwartet ein Angebot für die Sparte eingereicht hat.

Der Wert der Thyssen-Sparte war zuvor auf 15 Milliarden Euro geschätzt worden. Als Reaktion auf die Meldungen über das Kone-Gebot bauten die Thyssen-Aktien ihren Gewinn aus und stiegen um 5,6 Prozent.

Thyssenkrupp hatte früheren Angaben von Insidern zufolge zudem drei Konsortien aus Finanzinvestoren in die engere Wahl für die Sparte genommen. Neben einem Konsortium aus den Finanzinvestoren Advent und Cinven, das von der Essener RAG-Stiftung unterstützt wird, sei eine weitere Gruppe um Carlyle und Blackstone noch im Rennen, hatten Insider vergangene Woche gesagt. Dies gelte auch für ein drittes Konsortium um den Investor Brookfield.

Der kriselnde Thyssenkrupp-Konzern hat seine Aufzugssparte ins Schaufenster gestellt. Der Essener Konzern fährt offiziell aber noch zweigleisig und prüft neben einen Verkauf auch einen Börsengang der Sparte. Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz muss sich auch bei der Hauptversammlung des Konzerns auf bohrende Fragen zur Zukunft des Geschäfts einstellen. Die Aktionäre kommen am Freitag in Bochum zusammen. (Reporter: Hakan Ersen, Christoph Steitz und Tom Kaeckenhoff, bearbeitet von Matthias Inverardi. Redigiert von Olaf Brenner Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069 - 7565 1236 oder 030 - 2888 5168.)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below