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Unternehmensnachrichten

Liberty will bei Thyssen-Stahlsparte mit Politik und Gewerkschaften reden

FILE PHOTO: A crane lifts up a steel coil at the storage and distribution facility of the steel plant of German steel maker ThyssenKrupp in Duisburg, Germany, January 30, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo

Düsseldorf (Reuters) - Die britische Liberty Steel will bei Politik und Gewerkschaften für ihren Plan einer Übernahme der kriselnden Stahl-Sparte von Thyssenkrupp werben.

Alle beteiligten Parteien, auch Vertreter der Arbeitnehmer und der Politik, seien zu Gesprächen eingeladen, sagte der Chef des Liberty-Mutterkonzerns GFG Alliance, Sanjeev Gupta, am Freitag in einer Telefonkonferenz. Seine Unternehmensgruppe habe in der Vergangenheit keine Transaktionen gegen die Gewerkschaften vorgenommen, betonte er. Er wolle bei einer Übernahme auch privates Geld investieren und sei ein langfristig orientierter Investor. Gupta reagierte damit auf den Widerstand der IG Metall gegen Liberty Steel. Bei einem Verkauf des Stahlgeschäfts an Liberty drohe eine Zerschlagung von Thyssenkrupp Steel Europe und der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze, hatte NRW-Bezirkschef Knut Giesler gewarnt. Die Gewerkschaft pocht auf einen Einstieg des Staates.

Liberty hatte am Vormittag erklärt, ein unverbindliches Angebot für das europäische Stahlgeschäft von Thyssenkrupp vorgelegt zu haben. Durch einen möglichen Zusammenschluss beider Stahlkocher könnten diese den Herausforderungen der europäischen Stahlindustrie besser begegnen, betonte Gupta. Es könne auch Synergien geben. Bei dem Angebot handele es sich um einen ersten Schritt. Zu preislichen Vorstellungen wollte er sich nicht äußern - Liberty wolle genauer in die Bücher der Stahlsparte schauen. Dann könne ein sehr detaillierter Plan folgen.

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