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Unternehmensnachrichten

NRW-Regierung schaltet sich bei Thyssenkrupp Steel ein

FILE PHOTO: The logo of German steelmaker ThyssenKrupp AG is seen on an escalator at Frankfurt's main railways station in Frankfurt, Germany, January 23, 2020. REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo

Düsseldorf (Reuters) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung will sich schon bald in die Gespräche über die Zukunft der Stahlsparte von Thyssenkrupp einschalten.

Es werde in den nächsten Wochen eine Unterredung mit dem britischen Konzern Liberty Steel geben, der Thyssenkrupp Steel Europe übernehmen will, sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. “Wir haben Einladungen von Liberty zu Gesprächen bekommen, die werden wir auch annehmen.”

Die NRW-Regierung sei auch zu weiteren Beratungen bereit. “Was uns beschäftigt, ist die Frage, wie es weitergeht beim Stahl. Da werden Gespräche geführt, auch mit möglichen Partnern, mit denen man zusammenkommen könnte oder fusionieren könnte.” Die Landesregierung habe gesagt, sie sei bereit, diese zu begleiten, betonte der Minister. “Es geht um die Interessen der Mitarbeiter und der Standorte.” Durch die Gespräche könne es eine Perspektive geben und die müsse ausgelotet werden.

Der britische Konzern Liberty Steel will Thyssenkrupp Steel Europe übernehmen, trifft aber bei den Stahlkochern in Duisburg auf Skepsis. Sie haben einen Einstieg vom Bund beziehungsweise vom Land gefordert - bislang ohne Erfolg. Pinkwart bekräftigte dies. Ministerpräsident Armin Laschet und er hätten diese Frage klar beantwortet. “Da sehen wir keine neue Situation.”

Neben Liberty Steel gilt der schwedische Konkurrent SSAB als möglicher Partner von Thyssenkrupp Steel. SSAB-Chef Martin Lindqvist hatte vor wenigen Tagen zwar erklärt, an einem Bieterprozess für Steel nicht beteiligt zu sein. Er äußerte sich jedoch nicht zu einem Teileinstieg oder einer Partnerschaft. Medienberichten zufolge erwägt SSAB auch ein Bündnis mit Tata Steel Europe, um Thyssen/Liberty etwas entgegensetzen zu können. Die Spekulationen schießen ins Kraut. Selbst eine Neuauflage der 2019 gescheiterten Fusion von Thyssen und Tata gilt als möglich.

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