for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Unternehmensnachrichten

Berliner E-Scooter-Anbieter Tier Mobility holt sich 250 Millionen Dollar

Tier e-scooters are ready to use at the entrance to a pedestrian area in Frankfurt, Germany, August 8, 2019. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - Der Berliner E-Rolleranbieter Tier Mobility hat 250 Millionen Dollar bei Kapitalgebern eingesammelt und sich den namhaften Technologie-Investor Softbank an Bord geholt.

Das frische Geld werde genutzt, um in neue Märkte zu expandieren und weitere Produkte anzubieten, kündigte Firmenchef und -gründer Lawrence Leuschner am Dienstag im Gespräch mit Reuters an. Zudem führe Tier Mobility Gespräche über die Aufnahme von Schulden in Höhe von mindestens 50 Millionen Dollar, um damit die E-Roller-Flotte und das Batterie-Netzwerk zu erweitern. Als Absicherung soll die bestehende Flotte aus bereits rund 60.000 Scootern dienen, die in mehr als 80 Städten in zehn Ländern unterwegs ist.

Die jüngste Finanzierungsrunde, die Tier Mobility in die Nähe des Einhorn-Status (eine Milliarde Dollar) bringt, wurde von Softbanks Vision Fund 2 angeführt. Softbank ist auch an den Berliner Startups Auto1 und GetyourGuide beteiligt. Bestehende Anteilseigner - darunter Mubadala Capital, der Investmentarm von Mubadala Investment, Northzone und Goodwater Capital, waren ebenfalls erneut dabei.

Das 2018 gegründete Startup Tier Mobility, zu dessen Konkurrenten Lime und Bird gehören, nutzt die E-Roller derzeit rund drei Jahre und verkauft sie danach. Leuschner, der bereits das auf gebrauchte Elektronik spezialisierte Startup Rebuy gegründet hat, will verhindern, dass seine Scooter und seit dem Coup-Zukauf auch Mopeds auf dem Schrottplatz landen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern lassen sich bei den Tier-Zweirädern die Batterien vor Ort austauschen. “Das ist ein Kostenvorteil, der dazu beigetragen hat, dass wir seit Sommer profitabel operieren”, sagte Leuschner. “Ich will Verlusten kein Geld hinterherwerfen.” Nun will der Firmenchef ein Netzwerk aus Läden aufbauen, in denen die Batterien gelagert und aufgeladen werden können. Den Tausch nehmen die Kunden selbst vor und erhalten im Gegenzug eine kostenlose Fahrt. Ein Pilotprojekt in Finnland sei sehr erfolgreich gewesen, sagte Leuschner.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up