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Wirtschaftsnachrichten

Übernachtungen brechen ein - "Krise längst nicht vorbei"

The Lobby of the Hotel Adlon is seen empty as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Berlin, Germany, April 7, 2020. Picture taken April 7, 2020. REUTERS/Axel Schmidt

Berlin (Reuters) - Die Corona-Krise hat die deutsche Tourismusbranche im April schwer getroffen.

Wegen des Beherbergungsverbots für privat reisende Gäste brach die Zahl der Übernachtungen um 89,3 Prozent zum Vorjahresmonat ein, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekanntgab. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1992. Insgesamt wurden nur noch 4,3 Millionen Übernachtungen gezählt: Die von ausländischen Gästen sank dabei um 93,1 Prozent auf 0,5 Millionen, die von Gästen aus dem Inland um 88,5 Prozent auf 3,8 Millionen.

“Ursache des Rückgangs war das seit Mitte März geltende Verbot zur Beherbergung privat reisender Gäste”, erklärten die Statistiker. “Auch geschäftliche Reisen waren im betreffenden Zeitraum stark eingeschränkt.” Bereits im März hatte es deshalb einen Rückgang um insgesamt 52,7 Prozent gegeben. Nur knapp 28.000 der etwa 52.500 statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe standen Geschäftsreisenden überhaupt zur Verfügung.

“INTERNATIONALE GÄSTE FEHLEN”

“Und die Krise ist noch nicht vorbei”, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges “Auch für den Mai und die folgenden Monate erwarten wir starke Umsatzeinbußen.” Trotz Wiedereröffnung der Hotels für Touristen bedeuteten die strengen Corona-Auflagen weiterhin massive Umsatzverluste bei gleichzeitig hohen Kosten.

Während in der Ferienhotellerie die beginnende Sommersaison Hoffnung mache und auch Buchungen eingingen, sei die Situation in der Stadt- und Tagungshotellerie unverändert dramatisch. “Geschäftsreisende bleiben aus. Tagungen finden immer noch nicht statt. Internationale Gäste fehlen”, sagte Hartges. “Von einem Normalgeschäft ist die Hotellerie noch weit entfernt.” Tausende Betriebe würden um das wirtschaftliche Überleben und den Erhalt von Arbeitsplätze kämpfen.

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