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Unternehmensnachrichten

TUI will Kreuzfahrt-Geschäft durch Umbau ankurbeln

The TUI logo is displayed on a computer screen in London, Britain, October 17, 2017. Picture taken on October 17, 2017. REUTERS/Hannah McKay

Frankfurt (Reuters) - Der Reisekonzern TUI baut sein Kreuzfahrtgeschäft um.

Die auf Luxus- und Expeditionskreuzfahrten spezialisierte TUI-Tochter Hapag-Lloyd Cruises wird an das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises verkauft, an dem TUI und der Kreuzfahrtriese Royal Caribbean Cruises jeweils die Hälfte der Anteile halten, wie TUI am Freitag mitteilte. Das Geschäft, bei dem Hapag-Lloyd Cruises mit 1,2 Milliarden Euro ohne Schulden bewertet wird, spüle rund 700 Millionen Euro in die Kassen des Reisekonzerns. “Wir ändern die Gesellschaftsstruktur hinter der Marke und wachsen dadurch bei den Kreuzfahrten stärker, schneller und weniger kapitalintensiv”, sagte TUI-Chef Fritz Joussen. Einen Teil der freiwerdenden Mittel will er zum Schuldenabbau nutzen.

TUI hat sein Kreuzfahrt-Geschäft in den vergangenen Jahren kräftig ausgebaut. 2008 gründete der Reisekonzern das Gemeinschaftsunternehmen TUI Cruises, das die “Mein Schiff”-Flotte betreibt. Doch in diesem Segment stößt TUI an seine Grenzen. Aufgrund weltweit begrenzter Werftkapazitäten wachse die “Mein Schiff”-Flotte mit drei Neubauten erst in den Jahren 2023, 2024 und 2026 wieder, erklärte TUI.

Um das Wachstum im Kreuzfahrtgeschäft zu beschleunigen, soll sich das Joint Venture TUI Cruises nun auch um Luxus- und Expeditionskreuzfahrten kümmern. Das Unternehmen wird anfangs zwölf Schiffe betreiben. Die bislang aus fünf Schiffen bestehende Luxus- und Expeditionsflotte von Hapag-Lloyd Cruises solle in den kommenden Jahren erweitert werden. Zudem setzt TUI verstärkt auf Kunden außerhalb Deutschlands. “Produkte und Marken wie MS Europa und MS Europa 2 haben international Potenzial und Strahlkraft”, sagte Joussen.

Am Aktienmarkt konnte TUI mit der Transaktion nur kurz punkten. Nach einem anfänglichen Kursgewinn von fast drei Prozent drehte die TUI-Aktie ins Minus und notierte etwa 0,3 Prozent schwächer.

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