October 11, 2019 / 1:19 PM / 4 days ago

Uniper-Chef betont nach Fortum-Vorstoß Eigenständigkeit

A logo of German energy utility company Uniper SE is pictured in the company's headquarter in Duesseldorf, Germany, March 8, 2018. REUTERS/Thilo Schmuelgen

Düsseldorf (Reuters) - Der Energiekonzern Uniper beharrt auch nach dem Übernahme-Vorstoß des finnischen Großaktionärs Fortum auf seiner Unabhängigkeit.

“Ich verstehe, dass die Ankündigung von Fortum zu weiteren Unsicherheiten bei unseren Mitarbeitern geführt haben könnte”, hieß es in einem der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorliegenden internen Schreiben von Uniper-Vorstandschef Andreas Schierenbeck an die Belegschaft. Nach der Mitteilung des finnischen Versorgers, sich über 70 Prozent der Uniper-Anteile gesichert zu haben, gebe es eine Menge offener Fragen. “Mein oberstes Ziel für die kommenden Gespräche ist es daher, weitere Details zu den Plänen von Fortum einzufordern.” Uniper müsse zudem berücksichtigen, dass Fortum mit seinem jetzigen und dem möglichen zukünftigen Anteil an Uniper nicht nur ein Großaktionär sei, sondern auch ein Wettbewerber.

Schierenbeck verwies darauf, dass Uniper daher auch die Interessen der Minderheitsaktionäre beachten müsse. “Insgesamt ist Uniper ein unabhängiges Unternehmen und wird als solches weiterarbeiten.” Er machte gegenüber den Mitarbeitern deutlich, dass eine Übernahme seines Konzerns durch Fortum weiterhin nur möglich sei, wenn die Finnen eine Gesetzesregelung in Russland aus dem Weg räumen können, die das bislang verhindert. Fortum habe dies für die nächsten sechs Monate angekündigt. Hierzu müsse es ebenso mehr Informationen geben wie auch zu den Zusagen Fortums an die Uniper-Mitarbeiter, zur finanziellen Stabilität und zum Rating. All dies sei nötig, um die Auswirkungen auf Uniper besser einschätzen zu können und die Interessen der Mitarbeiter und des Unternehmens zu wahren.

Schierenbeck hatte im Sommer die Nachfolge von Klaus Schäfer angetreten, der sich vehement gegen eine Übernahme durch den staatlich kontrollierten Versorger aus Finnland gestemmt hatte. Ein Uniper-Sprecher verwies am Freitag auf die Erklärung vom Vortag, in dem weitere Gespräche angekündigt wurden, um die offenen Punkte zu klären.

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