March 21, 2019 / 7:19 AM / a month ago

Elliott will Beherrschungsvertrag zwischen Uniper und Fortum

FILE PHOTO: A logo of German energy utility company Uniper SE is pictured in the company's headquarter in Duesseldorf, Germany, March 8, 2018. REUTERS/Thilo Schmuelgen/File Photo

Düsseldorf (Reuters) - Der aktivistische Investor Elliott erhöht den Druck auf Uniper und will bei dem Versorger einen Beherrschungsvertrag mit dem größten Aktionär Fortum durchsetzen.

Daher habe der US-Hedgefonds eine außerordentliche Hauptversammlung beantragt, teilte Elliott am Donnerstag mit. Ziel sei es, “die anhaltende Unsicherheit” zu beseitigen und Mehrwert zu schaffen. Sollte Uniper allerdings auf seiner regulären Aktionärsversammlung das Thema auf die Agenda setzen, werde Elliott den Antrag zurückziehen.

Uniper lässt sich mit einer Entscheidung dazu aber Zeit. Der Vorstand kündigte an, die Forderung von Elliott zu prüfen und eine Stellungnahme vorzubereiten. Wann mit dieser zu rechnen ist, blieb auf Nachfrage allerdings ungewiss. Fortum erklärte, das Bestreben des US-Hedgefonds zur Kenntnis genommen zu haben, aber nicht Teil des Antrags zu sein.

Zuletzt hatte Uniper-Vorstandsmitglied Eckhardt Rümmler betont: “Wir sprechen mit dem größten Aktionär auf Augenhöhe.” Jeder habe allerdings eine andere Vorstellung davon, wie die Beziehung aussehen könnte. Aufsichtsratschef Bernhard Reutersberg hatte derweil angekündigt, die künftige Zusammenarbeit zwischen beiden Versorgern neu gestalten zu wollen. “Es wird Zeit, entschlossen die nächsten Schritte anzugehen und sich aufeinander zu zu bewegen.”

Fortum hält jüngsten Angaben zufolge knapp 50 Prozent an Uniper, Elliott 16,51 Prozent.

Unter ihrem inzwischen wegen Krankheit zurückgetretenen Vorstandschef Klaus Schäfer hatte sich die ehemalige E.ON-Kraftwerkstochter vehement gegen die Übernahme durch die Finnen gewehrt und auf ihre Eigenständigkeit gepocht. Branchenexperten gehen aber davon aus, dass die Finnen früher oder später angreifen werden. Bislang ist ihnen die Mehrheit durch eine Regelung in Russland verwehrt. Uniper betreibt dort mehrere Kraftwerke, wozu auch eine als strategisch wichtig betrachtete Anlage zur Trinkwasseraufbereitung gehört.

Uniper mit seinen rund 12.000 Mitarbeitern, davon etwa 5000 hierzulande, ist einer der größten Versorger Deutschlands und betreibt zahlreiche Gas-, Kohle- und Wasserkraftwerke. E.ON spaltete 2016 die Kraftwerkstochter ab und legte 53 Prozent der Anteile den eigenen Aktionären ins Depot. Bei der Erstnotiz von Uniper im September 2016 war die Aktie 10,15 Euro wert. Der Kurs legte aber rasch zu. Am Donnerstag kletterten die Papiere um 0,8 Prozent auf 26,85 Euro.

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