December 13, 2015 / 3:01 PM / 4 years ago

Fusion von Panzerschmieden KMW und Nexter droht zu scheitern

Frank Haun, CEO of defence industry company Krauss-Maffei Wegmann (KMW) holds a speech during the official handover of the new tank Leopard 2A7 (unseen) to the German armed forces Bundeswehr in Munich December 10, 2014. Seen behind is the Leopard 2A6M CAN Main Battle Tank. REUTERS/Michaela Rehle (GERMANY - Tags: MILITARY POLITICS)

Paris/Frankfurt (Reuters) - Die geplante deutsch-französische Fusion der beiden Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Nexter könnte auf der Zielgeraden doch noch zu platzen.

Nach einem Bericht der französischen Zeitung “Les Echos” ist KMW-Chef Frank Haun offenbar gegen den Plan der französischen Regierung, den bisherigen Nexter-Chef Philippe Burtin durch Stephane Mayer zu ersetzen. Haun und Burtin hatten den Deal festgezurrt und wollten den fusionierten Rüstungsriesen gemeinsam führen, bis der Vertrag des Franzosen Ende 2016 ausläuft. Haun habe nun damit gedroht, seine Unterschrift zu verweigern, weil er nicht einverstanden damit sei, dass ihm ein potenzieller Rivale zur Seite gestellt werden solle, den er nicht kenne. KMW und Nexter waren zunächst nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

Die beiden Unternehmen bauen unter anderem schwere Kampfpanzer wie den “Leopard” für die Bundeswehr. Sie sollen unter dem Dach einer gemeinsamen Holding zusammengefasst werden. Durch die Fusion würde eine Rüstungsschmiede mit fast zwei Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 6000 Mitarbeitern entstehen.

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