April 20, 2018 / 9:23 AM / 5 months ago

Umfrage - US-Unternehmen wollen mehr in Deutschland investieren

Berlin (Reuters) - Trotz politischer Misstöne und drohender Handelshemmnisse rechnen die meisten US-Unternehmen mit wachsenden Geschäften in Deutschland.

U.S. dollar and Euro bank notes are photographed in Frankfurt, Germany, in this illustration picture taken May 7, 2017. Picture taken May 7, 2017. REUTERS/Kai Pfaffenbach/Illustration

82 Prozent der hier tätigen US-Firmen erwarten in diesem Jahr ein Umsatzplus, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham Germany) ergab. Mehr als jedes zweite Unternehmen will demnach zusätzliche Mitarbeiter einstellen und mehr investieren. Zudem möchten 61 Prozent ihre Aktivitäten in Deutschland in den kommenden drei bis vier Jahren ausbauen. Umgekehrt gehen 80 Prozent der in den USA tätigen deutschen Unternehmen von steigenden Umsätzen dort aus, während 70 Prozent ihrer dortigen Aktivitäten hochfahren wollen.

“Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Deutschland als auch die USA nach wie vor hoch geschätzte Investitionsstandorte sind – trotz der aktuellen politischen Dissonanzen,” sagte der Präsident der AmCham Germany, Bernhard Mattes. “Deutschland reizt US-Unternehmen mit seiner stabilen Wirtschaft und dem starken Binnenkonsum. Auf der anderen Seite des Atlantiks haben Maßnahmen wie die US-Steuerreform die Attraktivität der USA für deutsche Investoren gesteigert.”

91 Prozent der US-Unternehmen in Deutschland geben dem Standort sehr gute oder gute Noten. Die gut ausgebildete Mitarbeiterbasis, das Potenzial als Absatzmarkt und die Qualität der physischen Infrastruktur sowie von Forschung und Entwicklung werden besonders hervorgehoben. Kritik gibt es vor allem an hohen Energie- und Arbeitskosten sowie an der Unternehmensbesteuerung. Auch bei der digitalen Infrastruktur sowie den Rahmenbedingungen für Startups und Unternehmertum wird Handlungsbedarf gesehen. Deutsche Unternehmen in den USA klagen über unzureichende Planungssicherheit: Knapp über die Hälfte bemängelt die allgemeine Verlässlichkeit der US-Politik.

US-Präsident Donald Trump hat einen Handelsstreit vom Zaun gebrochen, vor allem mit China. Aber auch der EU und hier insbesondere Deutschland wirft er vor, Geschäfte zulasten der USA zu machen. Von Strafzöllen auf Aluminium und Stahl hat er die EU vorerst ausgenommen. Sollten sie noch kommen, hat die EU ihrerseits Strafzölle auf US-Waren angekündigt.

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