December 2, 2019 / 11:17 AM / 14 days ago

Geschäfte von US-Konzernen in Deutschland brummen - Ford Nummer 1

An illuminated Christmas tree is pictured at the Reichstags building in Berlin, Germany, December 1, 2019. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Die Geschäfte der großen US-Konzerne in Deutschland florieren trotz des politischen Streits zwischen Washington und Berlin.

Der Umsatz der 50 größten amerikanischen Unternehmen hierzulande wuchs 2018 um 5,5 Prozent, nach 3,4 Prozent im Jahr 2017, wie die Amerikanische Handelskammer AmCham Germany am Montag mitteilte. Mit 21,1 Milliarden Euro führt erneut Ford die Rangliste an, gefolgt von Amazon mit 16,9 Milliarden und ExxonMobil (Esso) mit 9,4 Milliarden. Die 50 Top-US-Unternehmen in Deutschland sind am stärksten in den Bereichen Automobil, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Dienstleistungen und Handel tätig. Zusammen kommen sie auf rund 177 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigen mehr als 300.000 Mitarbeiter - rund 2,3 Prozent mehr als 2017.

Das Ranking der größten US-Arbeitgeber in Deutschland wird erneut von McDonald’s angeführt: Für den Schnellrestaurant-Betreiber und seine Franchise-Nehmer arbeiten etwa 60.000 Beschäftigte. Auf den Plätzen folgen die Ford-Werke (24.700), der Paketzusteller United Parcel Service (20.000), der Online-Händler Amazon (18.000), der Pampers-Hersteller Procter & Gamble (10.000) und der Siemens-Rivale General Electric (9500).

Den Standort Deutschland bewerten die führenden US-Unternehmen mit der Note 2,0 weiter positiv. “Jedoch führen die aktuellen Herausforderungen im Umgang mit der US-Handelspolitik, den Arbeits- und Energiekosten und der digitalen Infrastruktur zu Unsicherheiten in der Wirtschaft”, sagte der Präsident von AmCham Germany, Frank Sportolari. Auch die aktuelle Konjunkturflaute dürfte nicht folgenlos bleiben. “Das deutsche Wirtschaftswachstum ist, wie das europäische insgesamt, merklich abgeflacht – das bekommen auch die hierzulande aktiven US-amerikanischen Unternehmen zu spüren”, sagte der stellvertretende AmCham-Präsident Frank Riemensperger.

Die Konzerne erwarten, dass die Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA im wirtschaftlichen Bereich enger sein wird als im politischen. Sie gaben außerdem an, dass die handelspolitischen Maßnahmen der US-Regierung - etwa die Einführung von Zöllen - nicht zum erklärten Ziel führen werde, eine ausgeglichene Handelsbilanz für die USA zu erreichen. Die USA sind seit einigen Jahren größter Abnehmer von Waren “Made in Germany”: 2018 wurden Produkte im Wert von gut 113 Milliarden Euro dorthin verkauft. Umgekehrt wurden nur welche im Wert von gut 64 Milliarden Euro aus den USA nach Deutschland importiert. Das Handelsdefizit von rund 49 Milliarden Euro ist US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge.

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