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Inlandsnachrichten

Bund gibt 500 Millionen Euro für private E-Ladesäulen

German Economy Minister, Peter Altmaier, addresses the media during a news conference in Berlin, Germany June 4, 2020. Michael Sohn/Pool via REUTERS

Berlin (Reuters) - Der Bund will den bundesweiten Ausbau von privaten Ladestationen für Elektro-Autos mit einer halben Milliarde Euro vorantreiben.

“Das Verkehrsministerium will die privaten Ladesäulen mit einer halben Milliarden Euro fördern”, bestätigte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Dienstagabend eine entsprechende Reuters-Meldung. Das Wirtschaftsministerium unterstütze dies. Widerstand aus anderen Ressorts werde ebenfalls nicht erwartet, hieß es in Regierungskreisen. Dabei geht es um die Verteilung von 2,5 Milliarden Euro aus dem Konjunkturprogramm. Weitere 1,5 Milliarden Euro daraus soll Regierungsvertretern zufolge zum Aufbau einer Batteriezellen-Produktion eingesetzt werden, was mehr als eine Verdopplung der bisherigen Fördersumme wäre. Die übrigen 500 Millionen sollen in Forschung und Entwicklung fließen.

Der Aufbau von Ladesäulen für E-Autos kommt bislang langsamer voran als geplant. Bis 2030 soll es eine Million Ladepunkte geben, bislang sind es erst gut 25.000. Als ein Grund gilt, dass es zwar für öffentliche Ladesäulen etwa an Straßen bereits milliardenschwere Fördermittel von Bund und Ländern gibt, für private Ladesäulen aber bislang nur 50 Millionen Euro vorgesehen waren. Hier geht es um Haushalte aber auch um Handwerksbetriebe und Firmenparkplätze.

Ziel der Bundesregierung ist es, für den Klimaschutz bis 2030 rund zehn Millionen E-Autos auf die Straße zu bringen. Dafür will der Staat seine Kaufprämie für E-Autos verdoppeln. Als Hemmnis gelten aber die fehlende Ladeplätze gerade in privaten Garagen oder an den Arbeitsplätzen von Pendlern. An einem Förderkonzept wird derzeit gearbeitet. Öffentliche Säulen erhalten derzeit einen Investitionszuschuss von 40 bis 50 Prozent.

Flankiert werde soll der Ausbau durch eine Förderung von Batteriezell-Fabriken, die das Herzstück eine E-Autos bedeuten. Derzeit werden diese im Wesentlichen aus Asien importiert. Altmaier hatte eine Milliarde Euro an Fördermitteln bereitgestellt, um die Produktion in Deutschland und Europa zu etablieren. Eine erstes europäisches Firmenkonsortium hat sich dafür bereits im vergangenen Jahr gebildet, staatliche Hilfen wurden von der EU-Kommission genehmigt.

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