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Inlandsnachrichten

Fernverkehr bricht wegen Corona-Folgen im ersten Halbjahr ein

A social distancing floor sign is seen at the main train station Hauptbahnhof, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues, in Berlin, Germany, October 16, 2020. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Die Corona-Krise und die Folgen von Einschränkungen haben den Fernverkehr mit Bus und Bahn im ersten Halbjahr deutlich gebremst.

Das Fahrgastaufkommen in Deutschland lag mit 45 Millionen Personen um 46 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Passagier-Zahl im Eisenbahn-Fernverkehr sank um 43 Prozent und im Linienverkehr mit Fernbussen sogar um 67 Prozent.

Ausschlaggebend für die Entwicklung war vor allem das zweite Quartal, als es einen weitgehenden Lockdown gab. Von April bis Juni 2020 waren drei Viertel weniger Personen im Fernverkehr unterwegs als vor Jahresfrist. “Wobei der Bahnfernverkehr 71 Prozent weniger Fahrgäste zählte und der Linienverkehr mit Fernbussen mit 96 Prozent weniger Fahrgästen fast zum Erliegen kam.” Den Eisenbahn-Nahverkehr nutzten nach vorläufigen Daten 59 Prozent weniger Passagiere.

Die Statistiker nutzen auch Mobilfunkdaten, die tagesgenaue Rückschlüsse auf die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel auf Distanzen von über 50 Kilometern ermöglichen. Mit dem Einsetzen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Mitte März 2020 gingen demnach die Mobilitätszahlen im Bahnfernverkehr bereits deutlich zurück. Im Laufe des Aprils betrug der Rückgang der täglich mit der Bahn zurückgelegten Fahrten auf Entfernungen von mehr als 50 Kilometern durchschnittlich 88 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Zwischen Ende April und Anfang August stieg die Zahl der Bahnreisen im Fernverkehr dem Amt zufolge wieder stetig an, lag aber im Tagesdurchschnitt noch rund 30 Prozent unter Vorjahr. Seitdem gebe es erneut einen Rückgang. “Im Oktober hat sich dieser Trend nochmals verstärkt, sodass die Zahl der täglich zurückgelegten Fahrten im Bahnfernverkehr mittlerweile wieder bis zu 50 Prozent unter den Vorjahreswerten liegt.”

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