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Umfrage - Versicherer erwarten wegen Corona sinkende Kfz-Schäden

Cars jam on the motorway A8 between Salzburg and Munich near Irschenberg, southern Germany, July 20, 2019. Picture taken while zooming with a slow shutter speed. REUTERS/Michael Dalder

München (Reuters) - Die meisten Autoversicherer rechnen wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise in diesen Jahr mit sinkenden Schadenmeldungen.

50 Prozent der Versicherer gehen nach einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung EY und der Marktforscher von V.E.R.S. Leipzig von stark sinkenden Schadenquoten in der Kfz-Sparte aus, 46 Prozent von einem leichten Rückgang, wie EY am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Die Branchengrößen HUK Coburg und Allianz haben bereits in Aussicht gestellt, die niedrigeren Kosten in Form von niedrigeren Prämien an die Autofahrer weiterzugeben.

In anderen Sparten geht die Branche dagegen von teils deutlich steigenden Schäden durch die Corona-Pandemie aus, etwa in der Veranstaltungsausfall- und der Betriebsschließungsversicherung. 92 Prozent der Befragten erwarten auch steigende Schäden in der Kreditversicherung, 63 Prozent sogar stark steigende Schadenquoten. Die Versicherer haben unter dem Eindruck der erwarteten Pleitewelle erwirkt, dass sie das Risiko aus Lieferantenkrediten in diesem Jahr mit dem Staat teilen. Auch bei Reiserücktritts-Policen rechnen die Versicherer damit, tiefer in die Tasche greifen zu müssen.

Von Prämienerhöhungen infolge der Krise geht jedoch nur jeder fünfte Versicherer für die nächsten zwölf Monate aus. Sorgen machen sie sich um ihr Neugeschäft: 84 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es abnehmen wird, 57 Prozent erwarten sogar einen starken Rückgang. Laut der Umfrage wird davon vor allem das beratungsintensive Geschäft mit Leben- und Rentenversicherungen betroffen sein, denn viele Kunden meiden in der Krise den Kontakt zu ihrem Versicherungsvertreter. Eine größere Nachfrage sei allenfalls für Kranken-Zusatzversicherungen zu erwarten.

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