January 28, 2020 / 1:18 PM / a month ago

Wehrbeauftragter will Beschaffung vereinfachen - "Aussuchen, bezahlen, mitnehmen"

German Defence Minister Annegret Kramp-Karrenbauer visits troops of the German army Bundeswehr at the Henne-Barracks in Erfurt, Germany October 23, 2019. REUTERS/Michael Dalder

Berlin (Reuters) - Der Bundeswehr mangelt es dem Wehrbeauftragten des Bundestags zufolge weiter massiv an Personal und einsatzfähigem Material.

“Mehr als 20.000 Dienstposten oberhalb der Mannschaftsebene sind nicht besetzt - wie bisher”, schrieb der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels in seinem am Dienstag veröffentlichten Wehrbericht für das Jahr 2019. Zur Materiallage melde das Verteidigungsministerium selbst, es sei wie in den Vorjahren nicht gelungen, die materielle Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme deutlich zu verbessern. Die Strukturen des Beschaffungswesens seien offensichtlich dysfunktional geworden. “Die Strategie absoluter ‘Risiko’-Minimierung im Management großer Rüstungsprojekte kann zur Maximierung des Risikos für die Truppe führen, die dann mit veralteter oder eben keiner Ausrüstung kämpfen muss”, kritisiert Bartels.

Um Abhilfe zu schaffen, fordert der Wehrbeauftragte einen Paradigmenwechsel hin zum Kauf von der Stange. “Das heißt, weg vom Grundsatz, dass für deutsches Militär immer alles ‘Design’ sein muss, weil es sonst nichts taugt, hin zum ‘IKEA-Prinzip’: aussuchen, bezahlen und mitnehmen!” Das oberste Ende moderner Technik, neue Kampfpanzer oder eine neue Flugabwehr, könne dann immer noch als “Designer”-Lösung beschafft werden.

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