March 2, 2020 / 11:00 AM / in a month

Mit Konserven und Klopapier durch die Corona-Krise

A sign points to the meeting room of the coronavirus crisis management group "Krisenstab" of the western German administrative district of Heinsberg near near Aachen, Germany, February 27, 2020, after several positive cases of coronavirus were found in the district. REUTERS/Wolfgang Rattay

Düsseldorf (Reuters) - Nudeln, Haferflocken, H-Milch und Hygieneartikel - in mehreren Supermärkten klafften am Wochenende erste Lücken in den Regalen, weil sich die Kunden wegen der Ausbreitung des Coronavirus mit solchen Produkten eindeckten.

“In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe”, sagte eine Sprecherin des Discounters Lidl am Montag. Vor allem Artikel wie Konserven und Nudeln und Hygieneprodukte wie Toilettenpapier und Desinfektionsmittel würden “aktuell stark nachgefragt”. Eine verstärkte Nachfrage nach diesen Artikeln registrierten auch andere Ketten. “Einzelne Einkäufe größerer Mengen können auch dazu führen, dass Artikel zeitweise in unseren Märkten vergriffen sind”, erklärte Aldi Nord. Die Supermarktkette Rewe reagiert mit enger getakteten Belieferungen der Märkte. “Es gibt keinen Engpass bei der Warenversorgung”, betonte ein Rewe Sprecher.

“In Deutschland sehen wir aktuell keine Beeinträchtigung der Lieferkette”, sagte auch ein Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). Die Händler hätten ihre Logistik so aufgestellt, dass die Regale am nächsten Tag wieder gefüllt seien: “Die Handelsunternehmen sind vorbereitet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht zudem keinen Grund für Hamsterkäufe. An bestimmten Stellen werde der Alltag zwar “eingeschränkt werden müssen”, sagte der CDU-Politiker im SWR. “Aber es besteht kein Anlass, davon auszugehen, dass die Lebensmittel knapp werden.”

Dem stimmen Branchenvertreter zu: “Lidl Deutschland arbeitet gemeinsam mit seinen Lieferanten und Logistikpartnern intensiv daran, die Warenversorgung in seinen Filialen sicherzustellen und die Logistikläger mit stark nachgefragten Artikeln zu bevorraten”, sagte die Sprecherin. Ein Handelsmanager verglich die Lage mit dem Weihnachtsgeschäft. Auch vor den Feiertagen strömten die Kunden verstärkt in die Märkte und griffen nach einzelnen Artikeln.

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