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NRW lässt Lockdown in Warendorf enden - Gütersloh bleibt aber

People are seen in the city center of Guetersloh as the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Guetersloh, Germany, June 24, 2020. REUTERS/Leon Kuegeler

Düsseldorf (Reuters) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung ist optimistisch, dass das befürchtete Übergreifen des Corona-Ausbruchs im Fleischbetrieb Tönnies auf die übrige Bevölkerung ausgeblieben ist.

Deshalb sollen die für den Kreis Warendorf verhängten Einschränkungen des öffentliche Lebens am Dienstag auslaufen. Die Beschränkungen im Kreis Gütersloh würden dagegen als Vorsichtsmaßnahme um eine Woche verlängert, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet am Montag in Düsseldorf. Laschet begründete die Entscheidung mit dem Ergebnis von rund 40.000 Tests in beiden Kreisen und der Rücksprache mit Experten. “Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich”. Das Infektionsgeschehen sei örtlich begrenzt. Im Kreis Gütersloh seien außerhalb der Fleischindustrie 107 Menschen mit den Corona-Virus infiziert, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer. Laschet regte eine Diskussion an, ob in Zukunft weiter ganze Landkreise bei lokalen Ausbrüchen von Einschränkungen betroffen sein sollen.

“Die Landesregierung hebt den Lockdown und die Beschränkungen des öffentlichen Lebens für den Kreis Warendorf mit Ablauf Dienstag, 30. Juni 2020 um Mitternacht, auf”, teilte die Landesregierung mit. Für Gütersloh werden sie bis zum 7. Juli verlängert. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mahnte, im Falle Güterslohs “können wir derzeit noch nicht sicher sein, dass das Infektionsgeschehen fast ausschließlich auf den Ausbruch beim Schlachtbetrieb eingrenzbar ist”. Die Lage dort werde weiter intensiv beobachtet. Er unterstütze die Entscheidung ausrücklich, sagte Landrat Adenauer. Die Menschen in seinem Kreis hätten nun aber wieder eine Perspektive und könnten auch ihren Urlaub planen. Menschen aus den Kreisen dürften nicht diskriminiert werden, mahnten er und Laschet.

Nordrhein-Westfalen hatte mit dem “Lockdown” für die Kreise Gütersloh und Warendorf auf den bundesweit bisher größten einzelnen Corona-Ausbruch reagiert. Beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten sich zuvor über 1500 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Adenauer betonte, Tönnies dürfe den Betrieb erst wieder öffnen, wenn keine Gefahr mehr bestehe. Dafür seien aber noch viele Hausaufgaben zu erledigen. Laumann sagte, durch die Schließung der Massen-Schlachtung bei Tönnies stauten sich dem Bauernverband zufolge pro Woche rund 70.000 Schweine in den Ställen.

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