May 11, 2011 / 1:26 PM / 8 years ago

Rennen um Elektroautos in China eröffnet - VW tritt an

Hongkong/Hamburg (Reuters) - In China ist das Rennen um die besten Plätze im vielversprechenden Markt für Elektroautos eröffnet:

Nach Daimler erhielt nun auch VW in der Volksrepublik eine der begehrten Geschäftslizenzen für den Bau eines batteriebetriebenen Autos. Der Wagen werde unter der dem Namen Kaili zusammen mit dem chinesischen Partner FAW gebaut, teilte der Wolfsburger Konzern am Mittwoch mit. Das Elektroauto soll nach früheren Angaben bis Ende 2013 oder Anfang 2014 auf den Markt kommen. Europas größter Autobauer sieht sich im Pkw-Geschäft vor dem US-Rivalen General Motors als Marktführer auf dem neben den Vereinigten Staaten wichtigsten Auto-Markt der Welt.

China fördert massiv die Entwicklung und den Bau von Elektroautos. Bedingung für ausländische Hersteller ist, dass sie mit einem lokalen Hersteller zusammenarbeiten. Damit will die Regierung die eigene Pkw-Industrie stärken. Das wirtschaftlich boomende Land ist wegen seiner Milliardenbevölkerung und des steigenden Wohlstands die Wachstumsregion für die Autoindustrie.

Der Stuttgarter Konkurrent Daimler hat sich mit dem chinesischen Batteriehersteller BYD (Build your Dreams) zusammengetan und will 2013 mit einem Elektrowagen an den Start gehen. Das Auto soll auf Basis der kompakten B-Klasse von Mercedes-Benz entstehen. Der Name steht noch nicht fest. Für das gleiche Jahr hat der Münchner Rivale BMW das erste elektrische Serienauto i3 angekündigt, das auch in China verkauft werden soll.

Die Opel-Mutter GM arbeitet mit SAIC zusammen und hat ebenfalls Pläne für ein Elektroauto. Der größte chinesische Autokonzern ist auch Partner von VW. Der mit Renault verbundene japanische Hersteller Nissan, der in China ein Gemeinschaftsunternehmen mit Dongfeng Motor betreibt, will seinen Elektrowagen Leaf in China anbieten. Der Wagen wird bereits in Europa verkauft.

AUTOBOSSE RUFEN NACH STAATLICHER FÖRDERUNG

Auch in Deutschland wird die Forschung zur Elektromobilität staatlich gefördert. Die Bundesregierung will mit einem 500-Millionen-Programm erreichen, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen rollen. Viele Autobosse halten das allerdings für zu gering und fordern, dass auch der Kauf staatlich subventioniert wird, um Elektroautos zum Durchbruch zu verhelfen. Sie verweisen auf das Beispiel anderer Länder, wo der Kauf eines E-Mobils mit mehreren tausend Euro staatlich bezuschusst wird.

Die “Nationale Plattform Elektromobilität” (NPE), in der in erster Linie Industrievertreter sitzen, will nächste Woche darlegen, wie sie sich die Förderung von Elektroautos vorstellt. In einem Entwurf des NPE-Berichts war nach Medienberichten von einem Subventionsbedarf von 3,8 Milliarden Euro die Rede, um die von der Bundesregierung angestrebte Zahl von Elektroautos zu erreichen. Die Bundesregierung will erst nach Vorlage des Expertenberichts entscheiden.

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