March 12, 2019 / 6:17 AM / 9 days ago

Volkswagen-Chef Diess steigt zu den Top-Verdienern im Dax auf

FILE PHOTO: Dr. Herbert Diess, CEO, Volkswagen AG, speaks to members of the media during the reveal of new 2020 Passat at the North American International Auto Show in Detroit, Michigan, U.S., January 14, 2019. REUTERS/Jonathan Ernst/File Photo

Wolfsburg (Reuters) - Der robuste Gewinn von Volkswagen und sein eigener Aufstieg an die Konzernspitze machen sich auch im Geldbeutel von Vorstandschef Herbert Diess bemerkbar.

Er erhielt 2018 insgesamt knapp 8,5 Millionen Euro, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Darin sind neben dem Festgehalt, variablen Vergütungen und Langzeitboni (LTI) auch die Versorgungsansprüche enthalten. Damit lag Diess im oberen Mittelfeld der Chefs deutscher Dax-Konzerne. Spitzenverdiener war Allianz-Chef Oliver Bäte mit etwas mehr als zehn Millionen Euro gefolgt von SAP-Vorstandschef Bill McDermott mit rund 9,8 Millionen Euro. Daimler-Chef Dieter Zetsche kam auf knapp sechs Millionen Euro.

Diess hatte im April vorigen Jahres den damaligen Volkswagen-Chef Matthias Müller abgelöst und führt den Wolfsburger Konzern seither zusammen mit der Markengruppe um VW. 2017 hatte seine Gesamtvergütung bei 5,2 Millionen gelegen. Müller verdiente als Konzernchef einschließlich Nebenleistungen und Versorgungsansprüchen 2017 etwas mehr als zehn Millionen Euro.

Insgesamt stiegen die Vorstandsbezüge bei Volkswagen im vergangenen Jahr leicht auf 50,3 Millionen Euro. Der Konzern steigerte den operativen Gewinn trotz der Belastungen durch das neue Abgasmessverfahren WLTP auf 13,9 (Vorjahr 13,8) Milliarden Euro.

Bei den Niedersachsen gilt seit zwei Jahren ein neues Vergütungssystem. Seither sind die Gehälter des Vorstandschefs und der Vorstandsmitglieder gedeckelt. Bonuszahlungen sind vom Aktienkurs abhängig und orientieren sich stärker am Kapitalmarkt. Damit folgte VW den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Index. Davor hatte Volkswagen durch hohe Erfolgsboni für Schlagzeilen gesorgt. Der damalige Konzernchef Martin Winterkorn, der wegen der Dieselaffäre 2015 zurücktrat, hatte vor einigen Jahren mit einem Rekordgehalt von 17,5 Millionen Euro für Kritik gesorgt.

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