April 29, 2020 / 5:40 AM / a month ago

Volkswagen will in der Krise Verlust vermeiden

A cartoon of a VW logo wearing a mask against the corona virus is displayed on a building at Volkswagen's headquarters to celebrate the plant's re-opening during the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in Wolfsburg, Germany April 25, 2020. REUTERS/Fabian Bimmer

Hamburg (Reuters) - Volkswagen traut sich trotz enormer Belastungen im Corona-Krisenjahr einen operativen Gewinn zu.

Der Konzern werde wegen der Pandemie zwar deutlich weniger Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr, kündigte der weltgrößte Autobauer am Mittwoch an. Der Umsatz werde deshalb voraussichtlich deutlich unter dem des Vorjahres liegen. Insgesamt rechnen die Wolfsburger zwar mit einem gravierenden operativen Gewinnrückgang, nicht aber mit einem Verlust. Damit wagt Volkswagen als einer der wenigen in der Branche eine konkrete Prognose für 2020.

“Wir haben zahlreiche Gegenmaßnahmen ergriffen, um die Kosten zu senken sowie die Liquidität zu sichern und sind finanziell weiter robust aufgestellt”, erklärte Finanzchef Frank Witter und fügte hinzu: “Der Volkswagen-Konzern steuert fokussiert und entschlossen durch diese beispiellose Krise.”

Der Reingewinn sank im Auftaktquartal um 83 Prozent auf 517 Millionen Euro. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen brach im gleichen Zeitraum um 81 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro ein. Grund war der Stillstand der Werke wegen der Pandemie bei weiter laufenden Kosten. Außerdem schmälerten die Turbulenzen an den Rohstoff- und Kapitalmärkten sowie negative Währungseinflüsse das Ergebnis.

Inzwischen fahren Volkswagen und andere Autobauer die Produktion in ihren Werken langsam wieder an. Die Talsohle dürfte nach Meinung von Analysten aber erst im laufenden zweiten Quartal erreicht werden, weil kaum jemand in der Krise ein Auto kauft. Der US-Autobauer Ford, der schon zu Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gefahren war, erwartet im zweiten Quartal einen Verlust von mehr als fünf Milliarden Dollar.

Volkswagen hat nach knapp sechs Wochen Zwangspause damit begonnen, seine Werke im In- und Ausland schrittweise zu starten. Bevor die Produktion wieder rund läuft, dürften aber noch einige Wochen vergehen. Denn bisher ist nicht absehbar, wann wieder so viele Autos verkauft werden, dass die Produktion ausgelastet werden kann. Die großen deutschen Autobauer VW, BMW und Daimler hoffen daher auf staatliche Kaufanreize nicht nur für Elektroautos. Einzelheiten wollen die Regierungschefs der drei Autoländer Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen heute besprechen. VW-Chef Herbert Diess forderte zuletzt ein umfassendes Konjunkturprogramm, durch das die Autoindustrie als Zugpferd wieder auf die Beine kommen soll.

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