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Unternehmensnachrichten

Acht weitere VW-Mitarbeiter im Dieselskandal angeklagt

FILE PHOTO: The logo of German carmaker Volkswagen is seen on car in a showroom of a Volkswagen car dealer in Brussels, Belgium July 9, 2020. REUTERS/Francois Lenoir

Hamburg (Reuters) - Im Dieselskandal von Volkswagen hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig acht weitere Mitarbeiter des Autobauers angeklagt.

Den Angeschuldigten im Alter zwischen 50 und 72 Jahren werde Betrug in einem besonders schweren Fall und mittelbare Falschbeurkundung sowie ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vorgeworfen, teilten die Strafermittler am Mittwoch mit. Sie sollen als Täter oder Teilnehmer in unterschiedlichen Zeiträumen zwischen November 2006 und September 2015 an der Dieselmanipulation beteiligt gewesen sein. Einige von ihnen sollen sich außerdem wegen des hinreichenden Tatverdachts der Untreue sowie der Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe dazu verantworten.

Kernpunkt auch dieser Anklage sei der Vorwurf, dass die Angeschuldigten in ihrer jeweiligen verantwortlichen Position den Einbau einer unzulässigen Software in der Motorsteuerung der von Volkswagen hergestellten Dieselfahrzeuge gefördert, unterstützt oder zumindest trotz Kenntnis der Illegalität nicht unterbunden hätten. Volkswagen hatte vor fünf Jahren auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, millionenfach Dieselabgase durch eine illegale Abschalteinrichtung manipuliert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits zu Jahresanfang sechs weitere Manager des Autobauers wegen der gleichen Vorwürfe angeklagt. Im April 2019 hatten die Ermittler bereits Anklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und vier weitere Personen erhoben. Die Anklage gegen den ehemaligen Konzernchef ließ das Landgericht Braunschweig vor Kurzem zu. Wann der Prozess gegen ihn und die vier anderen Beschuldigten beginnt, steht noch nicht fest. Als erster großer Strafprozess im Volkswagen-Dieselskandal in Deutschland beginnt nächste Woche in München das Gerichtsverfahren gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler.

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