June 28, 2019 / 8:24 AM / 5 months ago

Familienunternehmen fordern Reformprogramm zur Stärkung des Wachstums

People are seen on the roof of the lower house of parliament Bundestag at the Reichstags building in Berlin, Germany, May 29, 2019. REUTERS/Fabrizio Bensch TPX IMAGES OF THE DAY

Berlin (Reuters) - Die Familienunternehmen rufen die Bundesregierung auf, sich mit Reformen gegen den wirtschaftlichen Abschwung zu stemmen.

“Die zehn fetten Jahre sind vorbei”, sagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, am Freitag in Berlin. Deutschland sei mittlerweile wieder ein “Höchststeuerland” und die letzte Unternehmenssteuerreform liege mehr als elf Jahre zurück. “Wir brauchen jetzt ein Reformprogramm, das Deutschland fit für das nächste Jahrzehnt macht.”Vordringlich seien Reformen in der Steuer- und Energiepolitik. Außerdem dürften Familienunternehmen nicht länger durch “überbordende Transparenzvorschriften” im Wettbewerb ausgebremst werden. Zugleich äußerte Kirchdörfer Kritik an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegten Nationalen Industriestrategie 2030. Die Stiftung sei “nicht mit allem einverstanden”, was der CDU-Politiker in dem Papier aufgeschrieben habe. “Wir wollen nicht, dass sich der Staat an wirklichen oder scheinbaren nationalen Champions beteiligt.”Dass seit einigen Monaten über eine deutsche beziehungsweise europäische Industriestrategie gesprochen werde, sei allerdings positiv, sagte Kirchdörfer. “Die Debatte zur Industriepolitik in unserem Land kommt zum richtigen Zeitpunkt. Der Bundeswirtschaftsminister hat wichtige Fragen aufgeworfen. Das begrüßen wir ausdrücklich.”

Der Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, Reinhold von Eben-Worlee, hatte das Konzept Altmaiers massiv kritisiert. Der Entwurf des CDU-Politikers greife das Fundament der deutschen Wirtschaftsordnung an. Altmaier will noch in diesem Jahr einen Kompromiss mit der Wirtschaft ausloten und dann eine gemeinsame Linie innerhalb der Regierung finden. Der Industrieverband BDI kritisierte jüngst, dass die bisherigen Pläne zu stark auf große Konzerne ausgerichtet seien.

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