March 16, 2020 / 12:39 PM / 13 days ago

Entspannung der Virus-Krise in China lässt Wacker Neuson hoffen

Roy Hagen of German machinery maker Wacker Neuson shows an electric construction machinery near Oslo, Norway January 30, 2017. Picture taken January 30, 2017. REUTERS/Alister Doyle TO MATCH INSIGHT CLIMATECHANGE-CITIES/

München (Reuters) - Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson sieht für sein Geschäft noch Chancen auf begrenzte Folgen der Coronavirus-Pandemie.

“Normalisiert sich die Situation in einem ähnlichen Zeitraum wie in China, dann wird das Ganze überschaubar bleiben”, sagte Vorstandschef Martin Lehner bei der Vorstellung der Jahresbilanz am Montag. Nach zwei Rekordjahren verzeichne der Konzern nun bis Ende Februar einen leichten Auftragsrückgang, der “aber noch nicht dramatisch” sei. Die Umsätze entwickelten sich sehr gut.

In China, wo das öffentliche Leben nach dem Ausbruch der Krankheit in weiten Teilen zum Erliegen kam, habe Wacker Neuson Logistikprobleme rasch gelöst. “Wir sehen dort eine sehr, sehr schnelle Normalisierung der Situation”, sagte Lehner. Für eine Abschätzung der Lage in Europa und den USA sei es aber noch zu früh. Durch Grenzkontrollen und Lkw-Fahrermangel in Europa zeichne sich eine Einschränkung von Lieferungen ab. Wacker Neuson denke über Betriebsurlaube und Kurzarbeit nach. Der SDax-Konzern betreibt Standorte in Deutschland, Österreich und Serbien sowie in den USA und China.

Für das laufende Jahr bereitet Lehner die Aktionäre, darunter die Gründerfamilien Wacker und Neunteufel mit 58 Prozent der Anteile, auf ein rückläufiges Geschäft vor. Er rechne damit, dass die für 2020 geplanten Produktionszahlen aufgrund von Engpässen in den Lieferketten teilweise nicht erreicht werden können und dass einzelne Absatzmärkte empfindlich geschwächt werden.

Deshalb erwartet Wacker Neuson im laufenden Jahr 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro Umsatz nach knapp über 1,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Die Umsatzrendite (Ebit-Marge) dürfte zwischen 6,5 und 8,5 Prozent liegen. Im abgelaufenen Jahr waren es 8,1 Prozent und damit etwas mehr, als der Konzern im Januar auf Basis vorläufiger Zahlen mitgeteilt hatte. Das entsprach operativ einem Ergebnisrückgang von sechs Prozent auf 153 Millionen Euro. Trotz der Unsicherheiten bekräftigte Lehner das Ziel, bis 2022 den Umsatz auf mehr als zwei Milliarden Euro und die Ebit-Marge auf mehr als elf Prozent zu steigern.

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