October 11, 2018 / 11:33 AM / 2 months ago

Meinungsforscher wagen keine Aussage mehr zu Bayern-Wahl

An election campaign poster of Bavarian State Prime Minister Markus Soeder of the Christian Social Union (CSU) in Munich, Germany, October 9, 2018. Picture taken October 9, 2018. REUTERS/Michael Dalder

München (Reuters) - Kurz vor der Landtagswahl in Bayern ist nach Einschätzung des Meinungsforschers GMS keine verlässliche Umfrage über die Parteivorlieben der Wähler mehr möglich.

Entgegen dem üblichen Trend vor Wahlen habe die Zahl der Unentschlossenen zugenommen, teilte der Sender Sat.1 am Donnerstag als Auftraggeber der GMS-Umfrage zur Begründung mit. Derzeit seien sich 53 der Befragten nicht sicher, ob und wenn ja welche Partei sie am Sonntag wählen wollen. Im Juli waren es noch 50 Prozent.

Zudem sei bei einzelnen Parteien ein Einzug in den Landtag wegen Umfragewerten im Bereich der Fünf-Prozent-Hürde unsicher, teilte der Fernsehsender mit. Man verzichte deshalb auf eine Veröffentlichung der Antworten auf die Sonntagsfrage. GMS hatte vom 4. bis 10. Oktober 1007 Wahlberechtigte befragt.

In Umfragen anderer Institute seit Anfang Oktober kam die CSU auf Werte von 33 bis 35 Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die Regierungspartei noch 47,7 Prozent geholt. Als zweitstärkste Kraft etablierten sich zuletzt die Grünen, die in Umfragen wiederholt 18 Prozent erreichten. Aussicht auf den dritten Platz haben die AfD (zehn bis 14 Prozent), SPD (zehn bis zwölf) und Freie Wähler (zehn bis elf). FDP (5,5 bis sechs) und Linke (4,5) müssen um einen Einzug in den Landtag bangen. Die Fehlertoleranz der Umfragen liegt üblicherweise bei bis zu drei Prozentpunkten.

Wie viele Parteien im neuen Landtag sitzen, kann die Machtoptionen der CSU entscheidend beeinflussen. Falls FDP und Linke es nicht ins Parlament schaffen, könnten CSU und Freie Wähler zusammen auch dann die Mehrheit der Sitze gewinnen, wenn sie beim Wahlergebnis auf zusammen deutlich weniger als 50 Prozent kommen. Eine solche Koalition wird von den Freien Wählern angestrebt und in CSU-Kreisen als kleinstes Übel angesehen. Eine Koalition von CSU und Grünen würde auf zahlreiche Differenzen in zentralen inhaltlichen Fragen stoßen.

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