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Verfassungsschutz - Hacker könnten es auf Regierungsbildung absehen
28. September 2017 / 13:53 / vor 25 Tagen

Verfassungsschutz - Hacker könnten es auf Regierungsbildung absehen

Berlin (Reuters) - Russische Hacker könnten es nach Angaben des Verfassungsschutzes darauf anlegen, die Koalitionsgespräche in Deutschland zu beeinflussen.

A hooded man holds a laptop computer as cyber code is projected on him in this illustration picture taken on May 13, 2017. Capitalizing on spying tools believed to have been developed by the U.S. National Security Agency, hackers staged a cyber assault with a self-spreading malware that has infected tens of thousands of computers in nearly 100 countries. REUTERS/Kacper Pempel/Illustration

Die Bundestagswahl vor wenigen Tagen sei von größeren Angriffen verschont geblieben, sagte der Leiter der Abteilung Spionageabwehr des Bundesamts für Verfassungsschutz, Burkhard Even, am Donnerstag bei einer Konferenz in Berlin. Doch seien auch nach der Wahl Versuche denkbar, Personen zu diskreditieren oder etwa die Regierungsbildung zu beeinflussen.

Das Risiko für Wahlmanipulationen vor allem durch Russland sei groß gewesen. Die Russen verfügten über alle Möglichkeiten, sich durch Cyberangriffe Informationen zu beschaffen, die hätten genutzt werden können. Weil in Deutschland über die Gefahren geredet worden sei und es mit den Manipulationen in Amerika und Frankreich Beispiele gegeben habe, sei den Russen aber wohl klar gewesen, sie müssten “schon besonders klug sein”, wenn sie was Erfolgreiches hätten tun wollten. “Deshalb haben wir nichts Größeres hier festgestellt”, vermutete Even.

Der Verfassungsschützer sagte, es habe auf russischen Portalen wie Sputnik mit einem gewissen Verbreitungsgrad aber natürlich Versuche der Einflussnahme gegeben. Auf den Seiten werde russische Propaganda verbreitet. Dies zeige, “so kann man es machen.” Even verwies darauf, dass die sozialen Medien in Zukunft noch mehr Bedeutung für die öffentliche Meinungsbildung gewinnen. “Dann kann das auch tatsächlich am Schluss wahlentscheidend sein”. Bei der zurückliegenden Wahl sei dies aber nicht der Fall gewesen. Der Experte betonte aber: “Das Risiko steigt eher, als dass es sinkt.”

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