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Cybersicherheitsbehörde fürchtet Angriff auf Wahlsysteme
1. September 2017 / 10:56 / vor 3 Monaten

Cybersicherheitsbehörde fürchtet Angriff auf Wahlsysteme

Berlin (Reuters) - Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl fürchten die deutschen Sicherheitsbehörden verstärkte Angriffe auf die Wahlsysteme.

A magnifying glass is held in front of a computer screen in this picture illustration taken in Berlin May 21, 2013. REUTERS/Pawel Kopczynski/File Photo

Neben Hackerangriffen auf sensible Daten von Kandidaten und Parteien sei die größte Gefahr, dass “Täter versuchen könnten, IT-Systeme anzugreifen, die für die Wahl verwendet werden”, sagte der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Er äußerte insbesondere die Befürchtung, dass Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses gesät werden – ähnlich wie es bei der US-Präsidentenwahl durch Forderungen nach Nachauszählungen geschehen ist.

Schönbohm zufolge ist Deutschland zwar geschützt, weil für die Abstimmung Papierbögen verwendet werden. Aber “auch nach der Bundestagswahl können Täter versuchen, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Wahl zu beeinträchtigen, indem sie falsche Behauptungen über angebliche Unregelmäßigkeiten streuen”, sagte er.

Nach Schönbohms Worten kann nicht ausgeschlossen werden, dass die beim Hackerangriff auf den Bundestag 2015 gestohlenen Daten im Vorfeld der Bundestagswahl veröffentlicht werden oder dass es weitere Angriffe auf Institutionen oder Parteien gibt.

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