November 5, 2019 / 1:36 PM / in 7 days

Merkel reagiert mit Unverständnis auf "Hass und Verachtung"

German Chancellor Angela Merkel gives a speech at a farewell event for ECB's outgoing President Mario Draghi in Frankfurt, Germany October 28, 2019. Boris Roessler/Pool via REUTERS

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Unverständnis für “Hass und Verachtung” als Ausdruck von Unzufriedenheit über die Lebensumstände 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer geäußert.

“Auch wenn man mit dem öffentlichen Nahverkehr, der ärztlichen Versorgung, dem staatlichen Handeln insgesamt oder dem eigenen Leben nicht zufrieden ist, folgt daraus kein Recht auf Hass und Verachtung für andere Menschen oder gar Gewalt”, sagte die Kanzlerin in einem am Dienstag veröffentlichten “Spiegel”-Interview. Dafür dürfe es “keine Toleranz geben”.

Auf die Frage, ob es für sie bitter sei, dass in ihrer Amtszeit als Kanzlerin die AfD vor allem in Ostdeutschland erstarkt sei, antwortete Merkel: “Wir leben in Freiheit, die Menschen können sich entsprechend äußern und wählen.” In Anspielung auf die AfD-Chefs von Brandenburg und Thüringen, Andreas Kalbitz und Björn Höcke, und deren westdeutsche Herkunft sagte Merkel: “Was aus meiner Sicht gar nicht geht: Wenn Menschen mit westdeutscher Biografie in den Osten gehen und da behaupten, unser Staat sei ja eigentlich nicht viel besser als die DDR. Da muss man hart dagegenhalten.” Die AfD hatte bei den Wahlkämpfen in Ostdeutschland unter anderem die Parole ausgegeben, die Wende von 1989 nun zu vollenden.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below