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Schulz-Wechsel nach Berlin bringt SPD keinen Umfrage-Schub
November 30, 2016 / 9:27 AM / a year ago

Schulz-Wechsel nach Berlin bringt SPD keinen Umfrage-Schub

Berlin (Reuters) - Der angekündigte Wechsel von Europa-Parlamentspräsident Martin Schulz in die Bundespolitik zahlt sich für die SPD bisher noch nicht in besseren Umfragewerten aus.

European Parliament President Martin Schulz attends a debate on the last European Summit at the European Parliament in Strasbourg, France, October 26, 2016. REUTERS/Vincent Kessler

Im “stern”-RTL-Wahltrend vom Mittwoch verliert die Partei einen Prozentpunkt auf 22 Prozent. Die Union legte dagegen bei der Sonntagsfrage zur Vorwoche erneut um einen Punkt zu auf nunmehr 37 Prozent. Die Linke büßte dagegen einen Punkt auf neun Prozent ein, während sich die AfD um einen Zähler auf elf Prozent verbesserte und damit drittstärkste Kraft wäre. Die Grünen stagnieren bei zehn, die FDP bei fünf Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt rund ein Viertel. Die Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei 2,5 Punkten.

“Noch wird Schulz von den wahlberechtigten Bundesbürgern als verdienter Präsident des EU-Parlaments wahrgenommen und nicht als profilierter Sozialdemokrat, der vielleicht entscheidende Akzente im Bundestagswahlkampf setzen könnte”, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner: “Dass er als Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen SPD für den Bundestag antreten will, rüttelt allein noch keinen auf.” Das könne sich ändern, wenn bekanntwerde, welche Rolle Schulz im kommenden Wahlkampf spielen soll. Schulz ist als Nachfolger von Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie als potenzieller Kanzlerkandidat im Gespräch.

Wenn der Bundeskanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich der Umfrage zufolge derzeit 52 Prozent für Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel entscheiden - wiederum zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Merkel hatte ihre erneute Spitzenkandidatur bereits angekündigt, während die SPD noch offenlässt, wer sie in die Wahl im Herbst 2017 führen soll. Bei der Kanzlerpräferenz liegt Merkel 38 Prozentpunkte vor SPD-Chef Sigmar Gabriel, den sich nur noch 14 Prozent als Kanzler wünschen - zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Selbst von den SPD-Anhängern würden nur 43 Prozent für Gabriel stimmen.

Für die Umfrage interviewte Forsa 2503 Wahlberechtigte vom 21. Bis 25. November.

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