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Umfrage - Union auf der Zielgeraden mit Verlusten
15. September 2017 / 07:18 / vor 11 Tagen

Umfrage - Union auf der Zielgeraden mit Verlusten

BEST QUALITY AVAILABLE A worker pastes up an election campaign poster for the upcoming general elections of the Christian Democratic Union party (CDU) with a headshot of German Chancellor Angela Merkel in Berlin, Germany, September 12, 2017. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Die Union verliert einer Umfrage zufolge auf der Zielgeraden zur Bundestagswahl an Zustimmung, liegt aber weiter mit deutlichem Abstand vor der SPD.

Im am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer büßen CDU und CSU zwei Prozentpunkte auf 36 Prozent ein, nachdem sie Anfang August noch bei 40 Prozent lagen. Die SPD legt demnach einen Punkt zu auf 23 Prozent. Mit 56 Prozent wünscht sich die Mehrheit der Befragten aber weiter CDU-Chefin Angela Merkel als Bundeskanzlerin, 32 Prozent hätten lieber ihren SPD-Herausforderer Martin Schulz im Kanzleramt. Beide verlieren im Vergleich zur Vorwoche je einen Prozentpunkt an Unterstützung.

In der Umfrage teilen sich FDP und AfD Platz drei, die jeweils einen Punkt auf zehn Prozent zulegen. Linke und Grüne verharren bei neun beziehungsweise acht Prozent. Für die Erhebung befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 12. bis 14. September 1383 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch.

VIELE BEFRAGTE SEHEN RECHTSEXTREME ANSICHTEN IN AFD

Damit gäbe es neben einer großen Koalition weiterhin nur eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grüne und FDP (“Jamaika-Koalition”). Mit einer Fortsetzung der großen Koalition können sich 40 Prozent der Befragten anfreunden, mit der Jamaika-Option indes nur 25 Prozent. Schwarz-Gelb stößt bei 39 Prozent der Befragten auf Zustimmung, eine “Ampel”-Koalition aus SPD, FDP und Grünen auf 22 Prozent. Von den Befragten gaben 39 Prozent an, dass sie sich noch nicht sicher seien, ob und welche Partei sie tatsächlich wählten.

Die rechtspopulistische AfD hat der Erhebung zufolge zwar in den vergangenen Wochen kontinuierlich an Zustimmung gewonnen, polarisiert aber auch wie keine andere Partei. So vertreten immer mehr Befragte die Meinung, dass in der AfD rechtsextremistische Ansichten sehr weit (45 Prozent) oder weit (34 Prozent) verbreitet seien. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hatte Anfang September in einer Rede in Thüringen einen Schlussstrich unter die Nazi-Vergangenheit Deutschlands und eine Neubewertung der Taten deutscher Soldaten gefordert.[nL5N1LV68M]

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