23. August 2017 / 09:26 / vor 3 Monaten

Zahl der unentschlossenen Wähler noch hoch

Berlin (Reuters) - Immer mehr Deutsche sind nach einer Umfrage des Instituts Allensbach unentschieden, wem sie bei der Bundestagswahl ihre Stimmen geben sollen.

Papier mache caricatures depicting German Chancellor Angela Merkel and SPD challenger Martin Schulz are pictured during preparations for the upcoming Rose Monday carnival parade in Cologne, Germany, February 21, 2017. REUTERS/Wolfgang Rattay

46 Prozent der befragten Wahlberechtigten seien noch unsicher, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Allensbach-Umfrage für die “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. 2013 waren dies zu diesem Zeitpunkt nur 39 Prozent. In der Allensbach-Umfrage und dem neuen Forsa-Wahltrend für RTL und “stern” haben sich die Zustimmungswerte für die Parteien nur geringfügig geändert. Die Union liegt weiter klar mit bis zu 15,5 Punkten in beiden Umfrage vor der SPD.

Laut Allensbach sind daher 45 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Wahl bereits entschieden sei. 2009 waren dies zu diesem Zeitpunkt vor der Wahl nur 26 Prozent. Bei Forsa antworteten sogar 76 Prozent, dass eine Vorentscheidung bereits gefallen sei und die SPD nicht mehr stärkste Partei werden könne. Auch nur jeder vierte SPD-Anhänger glaubt danach an eine mögliche Aufholjagd der eigenen Partei. Im Mai waren dies noch 39 Prozent. Zugleich sinkt die Zahl derer, die überhaupt eine Wechselstimmung ausmachen, immer weiter und liegt laut Forsa bei nur noch 35 Prozent.

Dementsprechend fallen auch die Präferenzen für bestimmte Koalitionen aus. An der Spitze liegt laut Forsa eine Fortsetzung der großen Koalition, die 25 Prozent der Befragten bevorzugen würden. Nur noch 19 Prozent sind demnach für ein schwarz-gelbes Bündnis aus Union und FDP. Für eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grüne sind zehn Prozent. 16 Prozent wären für ein rot-rot-grünes Bündnis - dieser Wert ist wieder gestiegen.

Die Umfragewerte sind bei Forsa kaum verändert: Die Union erreicht in der Sonntagsfrage 38, die SPD 24 Prozent. Damit verringert sich der Abstand der Koalitionspartner im Wochenvergleich um zwei Punkte auf 14 Punkte. AfD und die Linkspartei liegen bei neun Prozent, die FDP bei acht und die Grünen bei sieben Prozent. Bei Allensbach erreicht die Union 39,5 Prozent, die SPD 24 Prozent. Für die FDP würden sich demnach zehn Prozent entscheiden, wenn am Sonntag gewählt würde, für die Linke acht Prozent. Die Grünen liegen bei 7,5 und die AfD bei sieben Prozent.

Forsa befragte vom 14. bis 18. August 2501 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte. Allensbach interviewte 1421 Personen zwischen dem 4. und 17. August.

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