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Wirtschaftsnachrichten

Erstmals Bau-Förderung für Solar-Speicher-Kombi-Kraftwerke

A general view shows the Lieberose solar farm, which is the world?s second biggest solar power plant and Germany?s biggest, with an area of 162 hectares (equivalent to more than 210 football fields) in Turnow-Preilack, about 150 km (93 miles) southeast of Berlin, November 24, 2009. Heads of states will gather in Copenhagen on Dec. 7-18 for a U.N. climate summit to come up with a new U.N. plan to succeed the Kyoto Protocol beyond 2012. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY BUSINESS ENVIRONMENT ENERGY)

Berlin (Reuters) - Deutschland fördert erstmals über die regelmäßigen Ausschreibungen den Bau von Öko-Kombi-Kraftwerken.

Der Bau solcher Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt fast 400 Megawatt Leistung werde über höhere Abnahmepreise für den Strom subventioniert, teilte die Bundesnetzagentur am Mittwoch mit. Fast alle Kombi-Kraftwerke sind dabei Solar-Anlagen, die mit Stromspeichern kombiniert sind. Ein Zuschlag betraf auch ein Windkraftwerk mit Speicher. In der sogenannten Innovations-Ausschreibung hatte die Behörde Gebote für insgesamt 650 Megawatt Leistung angefordert, wobei aber auch nicht kombinierte Projekte mitbieten konnten. Insgesamt gab es laut Netzagentur Gebote für über 1000 Megawatt - rechnerisch die Leistung eines AKW-Blocks. Zuschläge gab es am Ende für knapp 680 Megawatt, also etwas mehr als eigentlich gefordert war.

Die erneuerbaren Energie werden seit einigen Jahren in Deutschland über Ausschreibungen gefördert: Die Netzagentur schreibt eine gewisse Menge an Leistung aus - bisher getrennt nach Wind-, Solar- oder Biomasse-Anlagen - und fragt nach Geboten. Wer die geringste Förderung für sein Projekt verlangt, erhält den Zuschlag und kann bauen. Gefördert wird im Kern über garantierte Abnahmepreise, den die Projektbetreiber für den Strom über 20 Jahre erhalten.

Parallel schrieb die Netzagentur auch rund 250 Megawatt reine Solar-Leistung sowie 370 Megawatt reine Windleistung aus. Während bei der Solarenergie Projekte mit über 650 Megawatt mitboten, waren es beim Wind nur etwas über 300 Megawatt. Entsprechend erhielten hier alle Projekte, die die Anforderungen erfüllten, einen Zuschlag.

Der Ausbau der Windenergie an Land stockt seit längerem aufgrund Widerstands von Anwohnern und häufigen Klagen. Die Bundesregierung will dies im Rahmen der Novelle des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) ändern. Sie sieht vor, dass Anwohner und Kommunen stärker an den Erlösen der Windkraftparks beteiligt werden.

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