February 21, 2011 / 2:52 PM / 9 years ago

Wintershall bringt Mitarbeiter in Libyen in Sicherheit

Frankfurt (Reuters) - Die BASF-Tochter Wintershall fliegt wegen der Unruhen in Libyen Mitarbeiter nach Deutschland aus und drosselt die Produktion.

“Angesichts der momentanen Entwicklung in Libyen ermöglicht es Wintershall ihren internationalen Mitarbeitern, gemeinsam mit Angehörigen nach Deutschland zu fliegen”, erklärte ein Unternehmenssprecher am Montag. Davon betroffen seien rund 130 Personen. Das Büro in Tripolis bleibe vorübergehend unbesetzt, eine kleine Kernmannschaft bleibe jedoch vor Ort.

Auch die Produktion der acht Ölfelder, die Wintershall vor Ort mit dem libyschen Partner National Oil Corporation (NOC) betreibt, wird von den Massenprotesten gegen Machthaber Muammar Gaddafi beeinträchtigt. “In Abstimmung mit der libyschen National Oil Corporation werden derzeit Vorbereitungen getroffen, die Ölförderung sicher herunterzufahren”, sagte der Sprecher. Ob die Anlagen teilweise oder ganz heruntergefahren würden, sei noch nicht klar. Libyen ist für Wintershall ein wichtiger Standort, das Unternehmen produziert dort pro Tag bis zu 100.000 Barrel Öl.

Die Ausschreitungen in Libyen haben sich am Montag weiter zugespitzt, weshalb auch OMV, RWE und andere Konzerne ihre Mitarbeiter aus dem Land ausfliegen. Wintershall ist seit 1958 in Libyen aktiv, die Ölfelder des Konzerns liegen rund 1000 Kilometer südöstlich von Tripolis. Zudem ist die BASF-Tochter an der Erschließung neuer Felder in der süd-östlichen Region Kufra und an Offshore-Ölförder-Projekten des französischen Unternehmens Total beteiligt.

Wintershall beschäftigt in Libyen mehr als 400 Mitarbeiter, davon mehr als drei Viertel aus Libyen. Die übrigen Angestellten stammen unter anderem aus Deutschland, Kanada, Großbritannien und den Niederlanden. Wann sie wieder nach Libyen zurückkehren, hänge von der weiteren Entwicklung ab, sagte der Wintershall-Sprecher. “Wir beobachten die Situation vor Ort weiter sehr sorgfältig. Zudem stehen wir in direktem Kontakt mit der deutschen Botschaft.”

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